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Die Siedler II - Die nächste Generation Wikinger

Developer: Blue Byte
Publisher: Ubisoft
Genre: Aufbaustrategie
Multiplayer: Technische Details in Kürze auf eXp
Releasedate: 2/2007
Weitere Plattformen: keine

Die Nordmenschen kommen!

Wie so oft in der Vergangenheit präsentiert sich auch mit "Die Siedler 2 - Die nächste Generation: Wikinger" das Dilemma der Erfindung namens "Addon". Denn entweder bieten diese nur noch mehr vom Alten in neuer Verpackung, so daß eine langwierige Erklärung des Inhalts wirklich unnotwendig ist, oder aber sie bringen derart viele Änderungen ins Gameplay ein, daß man sich das Spiel ohne Addon nicht mehr vorstellen kann.

ThumbnailKnuffig wie die bekannteren Gallier aus franzsösischen Federn kommen die Wikinger daher...

Bei den Wikingern handelt es sich jedoch vielmehr um eine Erweiterung der ersten Ausprägung. Für den Spieler heisst das somit, daß sich die Wikinger als vierte Fraktion zum Trio Römer, Nubier und Chinesen gesellen und vom Wirtschaftskreislauf her ebenfalls komplett identisch zu spielen sind. Die einzige wirkliche Gameplay-Neuerung bietet sich somit nur in der Form und Präsentation der Einzelspieler-Kampagne, welche sich nicht mehr nur auf einleitende Erklärungen zu Beginn einer Karte beschränkt, sondern diese mit Teilzielen versieht.

So wird man in der ersten Mission damit beauftragt, die von einem Energiewirbel weit verstreuten Wikingertrupps wieder zusammenzusammeln, jedoch stellen sich im Laufe der "Mission" Chinesische Camps in den Weg, welche es zunächst zu erobern gilt. Und damit bewegt sich das Addon zum Teil auf etwas militanteren Pfaden als das Hauptspiel, welches zwar das eine oder andere Mal dem Spieler keine andere Wahl liess, als auf dem Weg zum Portal gegnerische Baracken und Türme einzunehmen, dies aber nicht explizit forderte.

ThumbnailAuch die Wikinger haben ein eigenes besonderes Gebäudedesign erhalten.

Die bärtigen Nordmenschen sind da aus einem anderen Holz geschnitzt und so haben sie kein Problem damit, auf ihren Pfaden auch Schutt und Asche zurückzulassen, so sich denn Feinde ihnen in den Weg stellen. Das mit Kamerafahrten und mehr Storytelling im Spiel versorgte Addon fordert jedoch auch oftmals dieses destruktive Vorgehen als Teil der Kampagne. Nur in der Hälfte aller Missionen lenkt man schliesslich die Geschicke der Wikinger, der Rest des Addons lässt wieder die bewährten Völker zum Zuge kommen, um der in der Hauptkampagne alles überschattenden Bedrohung der Piraten den Garaus zu machen.

Neben dem neuen Volk beschränkt sich Bluebyte damit auf kleinere Änderungen im Detail, die v.a. für mehr Abwechslung im Einzelspielerteil des Wuseltitels sorgen. Da sich die Unterschiede der Völker jedoch auf kosmetischem Niveau halten, dürfte dem stundenlangen Mehrspielerspaß des Hauptspiels nichts im Wege stehen - aber bei der sowieso schon überdurchschnittlichen Optik des Titels mit all seinen kleinen Animationen, ist diese optische Abwechslung gern gesehen. Ob diese Detailänderungen aus dem Addon mehr machen, als ein Missionspaket und ob von Bluebyte, welches am sechsten Siedlerteil schraubt, überhaupt mehr beabsichtigt war, wird in dem kommenden Review zu klären sein.

Autor: Patrick Heyer (ph)
Erstellt am: 14. Februar 2007, 17:02 CET

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