| Developer: | Ubisoft |
|---|---|
| Publisher: | Ubisoft |
| Genre: | 1st Person Shooter |
| Multiplayer: | Technische Details in Kürze auf eXp |
| Releasedate: | 26.03.2010 |
| Weitere Plattformen: | keine |
Hamburg. Das Wetter ist mies. Die Bürgersteige sind vereist. Die schöne Stadt des Nordens ist den Schnee nicht gewohnt. Doch Publisher Ubisoft trotzte dem Wetter und lud zu einer Präsentation einiger Spiele ins East Hotel ein. Auch wir waren zu Gast und warfen einen Blick auf Red Steel 2.
Es wird von einem Mann präsentiert, den wir bereits kennen. Mit einem Gehstock kommt er hereinspaziert, obwohl er ihn nicht braucht. Er dient seinem Stil. Genau wie sein langes schwarzes Haar und sein mächtiger Vollbart. All das sahen wir schon auf der GamesCom: Jason Vandenberghe ist eine ganz eigenwillige Erscheinung. Er hat eine derbe Aussprache und ist ein unglaublich guter Alleinunterhalter. Und er könnte, wenn er wollte, Kühlschränke am Nordpol verkaufen und würde damit Millionen machen. Wir wissen genau, worauf wir uns jetzt einstellen müssen: Egal wie kritisch wir Red Steel 2 beäugen werden, Jason wird mit seiner Ausstrahlung an unserem Eindruck herumbasteln. Wie gesagt: Kühlschränke am Nordpol.
Das letzte Mal, als wir das Spiel begutachten konnten, wurde uns ein Canyon vorgestellt. Dieses Mal wurde eine asiatische Stadt im wilden Westen gezeigt. Mit dabei: Tutorials, Missionen und viele, viele Gegner. Und eine deutsche Synchronisation. Halt. Einen Moment mal. Eine asiatische Westernstadt? Ja. Red Steel 2 bietet viele ungewöhnliche Orte. Es ist quasi ein Samurai-Spiel, welches mit seinen Pistolen und Schrotflinten in den wilden Westen verlegt wurde. Damit distanziert man sich zum düsteren Vorgänger, der spielerisch ja eher durchwachsen war.
Aber das hat sich geändert. Das verspricht Jason immer wieder auf's Neue. Er erzählt einige Details zum Spiel, während sein Kollege aktiv spielt. Wild fuchtelt er mit den Armen umher, wie ein Berserker schlägt er sich durch die Gegnermassen. Kein einfaches Wackeln mit der Wiimote, nein, hier wird richtig ausgeholt. Fast glaubt man, er habe tatsächlich ein Schwert in der Hand. Der Grund dafür hört auf den Namen „Motion Plus“: Red Steel 2 wird einer der ersten Titel sein, die ohne den Zusatz gar nicht erst starten werden. Der Vorteil: Im Gegensatz zum Vorgänger sind dieses Mal tatsächlich präzise Schwertkämpfe möglich.
Es hat aber noch eine weitere Nebenwirkung: „Passt lieber auf, wenn das Spiel euch die Steuerung erklärt, sonst bekommt ihr nie den Dreh raus!“ sagt uns Jason. Dann legen wir selbst Hand an und befolgen seinen Rat. Wir lassen das Spiel für sich selbst sprechen. Und schon nach kurzer Zeit haben wir unser erstes Schwert im Gepäck und bekommen die ersten Bewegungen gezeigt. Hier ein Schwung, da ein Schwung. Und plötzlich wirft uns das Spiel vor, wir würden nicht genug ausholen. Das Problem: Es hat Recht. Wir haben nur ein wenig vor uns herumgefuchtelt, wie man es eben von anderen Wii-Spielen so gewohnt war. Fakt ist: Bei Red Steel 2 muss man tatsächlich ausholen. Und schon bald wirkt jeder wie Conan der Barbar, wenn er vor dem Fernseher steht.
Gut. Dann müssen wir eben ausholen. Noch wussten wir nicht, dass wir am nächsten Tag an Muskelkater erkranken würden. Also schwangen wir wie besessen hin und her, auf und ab und töteten zahlreiche Gegner. Schon bald hatten wir den Dreh halbwegs raus: Ziemlich fiese Finishing-Moves mit dem Schwert waren dann kein Problem mehr. Und schon wurden uns die nächsten Tricks beigebracht. Dabei nutzt das Spiel Videos, bei denen eine Frau die Bewegungen mit Wiimote und Nunchuck vorführt. Das wirkt ein wenig dämlich, da es ein krasser Stilbruch mit der Spieloptik ist, doch ist es hilfreich – und genau das sollten Tutorials ja auch sein. Nur durch die textuelle Beschreibung würde man viele Moves einfach nicht gebacken bekommen, wobei sie am Ende doch relativ leicht zu erlernen sind.
Derweil lächeln die umstehenden Leute. Es ist befremdlich, jemanden zu sehen, der tatsächlich mit ganzem Körpereinsatz an der Wii unterwegs ist. Doch es stört uns nicht: Mit Schwert und Pistole kämpfen wir uns durch die Spielwelt, bekommen einige neue Spezial-Attacken, eine neue Flinte, zahlreiche Aufträge und verbessern unser Schwert immer weiter. Es gibt viel zu tun.