| Developer: | Sega |
|---|---|
| Publisher: | Sega |
| Genre: | Racing |
| Multiplayer: | Technische Details in Kürze auf eXp |
| Releasedate: | 26.02.2010 |
| Weitere Plattformen: | ps3 wii ds pc |
In Hamburg präsentierte Publisher Sega sein LineUp für die kommenden Monate. Und so bekamen wir auch die Gelegenheit einen Blick auf die Xbox 360-Fassung von Sonic & Sega All-Stars Racing zu werfen. Dabei handelt es sich um ein Rennspiel, welches eine dreiste Kopie von Mario Kart darstellt. Ein Titel, dem wir bisher kaum Beachtung geschenkt haben. Zu Unrecht?
Ein kleines Tutorial-Rennen erklärt, wie das Spiel funktioniert. Schwer ist es nicht: Mit einer Taste gibt man Gas, mit der Anderen bremst man. Und dann gibt es noch einen Knopf, um Items zu nutzen. Wer in Kurven bremst, der driftet. Wie? Das ist euch schon zu kompliziert? Dann spielt doch Pony Friends 2. Oder lieber nicht, denn selbst das ist komplizierter zu bedienen, als dieser Actionracer. Sprich: Selbst Anfänger werden mit der Bedienung keine Probleme haben.
Dafür aber vielleicht mit den Strecken. Denn die sind ziemlich unübersichtlich und mit Effekten nur so vollgestopft. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn so entsteht das Gefühl, dass Sonic & Sega All-Star Racing so etwas wie Mario Kart auf Speed ist: Alles ist schrill und bunt, super schnell und wer nicht aufpasst kracht eben gegen die nächstbeste Wand. Erst, wenn man eine Strecke verinnerlicht hat, klappt es dann auch mit dem ersten Platz. Das bedeutet natürlich nicht, dass man nicht auch schon vorher den ein oder anderen Erfolg feiern kann.
Sämtliche Strecken sind dabei natürlich an Titel aus dem Hause Sega angelehnt. Als Beispiel sei hier eine Dschungel-Strecke genannt, welche aus Basis des Monkey Ball-Franchises entstanden ist. Doch nicht nur bei den Rennstrecken, auch bei den Fahrer haben die Entwickler einen solchen Weg eingeschlagen: Neben dem schnellen blauen Igel finden sich auch sonst zahlreiche Bekannte, die schon in anderen Spielen des Publishers zu sehen waren. Sogar Shenmue hat einen Auftritt und ist mit dem Motorrad in wilden Rennen mit dabei. Schön: So wie es die Menüs versprechen, fahren sich die verschiedenen Protagonisten mit ihren Vehikeln auch tatsächlich anders. Während Shadow (Der dunkle Sonic) schnell beschleunigt und in Kurven weit ausholt, ist der Eierkopf Robotnik etwas langsamer, dafür aber unaufhaltsam unterwegs.
Wer dann mal einen unliebsamen Charakter erwischt hat, der kann sich immer noch mit den Items einen Vorteil verschaffen. Wie aus vergleichbaren Spielen gewohnt, liegen überall auf der Strecke Waffen und andere Dinge herum. Was genau es ist, das bestimmt dann der Zufall. Auch hier ist alles mit dabei, was man aus dem Genre so kennt: Von Raketen über abprallende Geschosse bis hin zum Schutzschild und zum Gerät, was bei anderen Spielern die Strecke auf dem Kopf stehen lässt, ist alles vorhanden, was sich fiese Naturen nur so wünschen können.
Andere Spieler? Aber natürlich! Sonic & Sega All-Star Racing wird natürlich auch über einen Mehrspielermodus verfügen. Anspielen konnten wir derweil schon den Splitscreen-Modus, der innerhalb der gegebenen Zeit für Laune sorgen konnte. Allerdings mussten wir feststellen, dass es hin und wieder zu extremen Framerate-Einbrüchen kam, die ein Weiterfahren zusätzlich erschwerten. Ob dies jetzt an der unfinalen Fassung des Codes lag oder aber ob es im fertigen Spiel nach wie vor solche Probleme geben wird, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen. Auch nicht, ob noch an den extremen Ladezeiten gewerkelt wird.
Schade, dass das letzte Mario Kart nur auf der Nintendo Wii erschienen ist. Doch allen neidischen Spielern kann schon bald geholfen werden, sofern Sonic & Sega All-Star Racing über genügend Strecken verfügt, um auch auf lange Sicht gesehen zu überzeugen. Sollte dies der Fall sein, so steht uns Ende Februar ein wahrlich spaßiger Renntitel ins Haus, den wir bisher stark unterschätzt haben.