| Developer: | Techland |
|---|---|
| Publisher: | Ubisoft |
| Genre: | Action |
| Multiplayer: | Technische Details in Kürze auf eXp |
| Releasedate: | 11.06.2009 |
| Weitere Plattformen: | ps3 x360 |
Michael: Hallo liebe Leser. Während Kollege André sich mit Xbox 360-Fassung von Call of Juarez: Bound in Blood herumschlagen musste, wurde mir die angenehme Ehre zu Teil, der PC-Version auf den Zahn zu fühlen. Vom Inhalt her waren beide Versionen identisch, lediglich auf der technischen Seite gab es gravierende Unterschiede. Wer richtig gelesen hat, der weiß schon jetzt, welche Version den besseren Eindruck hinterlassen hat. Doch wer weiß? Vielleicht hat Kollege André dazu ein wenig mehr zu sagen.
André: Also ich will jetzt Call of Juarez: Bound in Blood gar nicht verteufeln, denn es ist kein schlechtes Spiel, auch wenn die Einleitung von Michael jetzt vielleicht so klang. Und damit ein herzliches Willkommen auch von mir. Nein, im Gegenteil - Ubisoft hat uns hier wieder einmal nette Western-Shooter-Action-Abenteuer (ist das überhaupt ein Genre?!?) spendiert, doch die eine oder andere Sorgenfalte kam mir dann doch, bei meinem ersten Blick auf die Xbox 360 Version des Spiels, auf.
Michael: Die Story von Bound in Blood ist schnell erzählt: Im Krieg zwischen den Nord und Südstaaten desertieren die McCall-Brüder und werden so zu Fahnenflüchtigen. Das eigene Haus wird noch im Krieg zerstört, Ray und Thomas fliehen mit ihrem jüngeren Bruder William, welcher dem Pfad Gottes folgt. Obwohl der Krieg zu Ende ist, sind sie aufgrund der Flucht noch immer gesuchte Verbrecher. So versucht man den Hütern des Gesetzes zu entwischen und irgendwie über die Runden zu kommen. Man hört von einem mysteriösen Azteken-Schatz, welcher es ermöglichen könnte, zurück in die Heimat zu kehren, um dort das traute Heim wieder aufzubauen. Dass Ray und Thomas hierbei nicht gerade zimperlich vorgehen, das dürfte klar sein. Nebenbei versucht William stets, die Missgeleiteten wieder auf den Pfad der Tugend zu bringen. Ich für meinen Teil empfand die Geschichte bisher als nette Dreingabe, aber nicht sonderlich packend. Hier erledigt man einen bösen Buben, dort versucht man ein Kopfgeld abzugreifen - für einen Western mag das Alles in Ordnung gehen. Zwar kommt es auf Grund der verschiedenen Charaktere der Brüder immer wieder zu Konflikten, doch hätte man dies auch weiter ausbauen können. Interessant ist die Möglichkeit, sich während dem Spiel für Thomas oder Ray zu entscheiden. Groß sind die Unterschiede jedoch nicht. Manches Mal schlägt man einen anderen Weg ein, doch am Ende läuft alles darauf hinaus, alle Gegner von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Ich empfand im ersten Teil die Schleichpassagen als nervtötend und bin deshalb eigentlich froh, dass man sich bei Bound in Blood mehr auf die brachiale Action besinnt hat. Zwar kann man rein theoretisch mit Thomas auch schleichen - ob es Sinn macht, das steht allerdings in einem anderen Buch.
André:: Ich muss leider gestehen, dass ich bisher nicht die Chance hatte, mich mit dem ersten Teil der Call of Juarez Reihe zu beschäftigen. Dies hatte aber auch den Vorteil, dass ich völlig unbefangen an diese Preview gehen konnte. Der Azteken-Schatz um den es hier geht ist natürlich der Gleiche, hinter dem die Protagonisten aus dem ersten Teil schon her waren und der auch Ray und Thomas nach Juarez ruft. Unterschiede beim Bestreiten einer Mission gibt es zwischen den beiden Brüdern schon ein wenig. So ist die aus dem ersten Teil bekannte Peitsche wieder mit dabei und wird von Thomas dazu verwendet, sich an vereinzelten Vorsprüngen hochzuziehen oder über Abgründe zu hangeln, um so an Orte zu kommen die Ray nicht erreichen kann. Dies hat auch zur Folge, dass sich die Wege der Brüder, welche sich in den anderen Missionen den Rücken gegenseitig freihalten, auch ab und zu trennen müssen. Im Gegensatz zu einigen anderen Vertretern des Action-Shooter-Genres muss man für die KI in Call of Juarez: Bound in Blood übrigens einmal eine Lanze abbrechen. Es ist leider relativ selten, dass eine KI den Spieler so effektiv unterstützt. In meinen Sessions mit dem Spiel hatte ich nie das Gefühl, dass ich alleine alle Gegner erledigen müsse, so wie es bei einigen der Konkurrenzprodukte der Fall ist.
Michael: Was die Grafik angeht, so bin ich froh, dass ich die PC-Version spielen durfte. Was mir André hier von der 360 berichtet, das mag so gar nicht gefallen. Auf dem PC sieht der Titel wirklich schön aus. Und das, obwohl sich seit dem Vorgänger fast gar nichts getan hat. Hier einige neue Spielerein - das war es auch schon. Wirklich abstoßend waren lediglich die Bitmap-Hintergründe, welche in der Ferne zu sehen waren. Ob hier noch hochauflösende Bilder kommen? Ich weiß es nicht, will es aber hoffen. Grafikfehler hatte ich zum Glück äußerst selten und nur selten brach die Performance ein.