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Assassins Creed

Developer: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Genre: Action-Adventure
Multiplayer: Technische Details in Kürze auf eXp
Releasedate: 15.11.2007
Weitere Plattformen: pc ps3

Murder, she wrote...

Wenn Ubisoft diesen November Assassins Creed zunächst nur für die Xbox 360 und die Playstation 3 veröffentlicht, schauen PC-Besitzer zunächst in die Röhre. Auf die passende Portierung müssen die nämlich noch bis Anfang 2008 warten. Doch auch Konsoleros stehen dem Titel noch mit einiger Skepsis entgegen. Die Entscheidung Ubisofts, vorab keine Demo zu veröffentlichen, hat nicht nur unter unseren Lesern für Irritationen gesorgt. Zwar hat man bisher eine ganze Menge an Videomaterial veröffentlich und dieses Jahr auch erste Gameplaydemonstrationen auf der E3 und der Games Convention gezeigt, dennoch sind viele Spieler noch skeptisch, was sie mit Assassins Creed erwartet.

ThumbnailUnser Ziel in Akkon: William de Montferrat

Wir waren vor einigen Wochen bei Ubisoft zu Gast und unterzogen die Xbox 360-Fassung des Titels einem ersten Praxistest. Und wir können alle Zweifel zerstreuen: Assassins Creed wird ein echtes Highlight. Im Titel schlüpft man in die Rolle Altairs, eines in Ungnade gefallenen Meisterassassinen, der durch neue Morde versucht, seinen alten Status im Orden wiederzuerlangen. Während unseres Probespiels nahmen wir einen fortgeschrittenen Spielabschnitt unter die Lupe: In Akkon machten wir uns daran, den Statthalter William de Montferrat zu töten. Doch bevor wir durch die altehrwürdige Kreuzfahrerstadt schleichen konnten, galt es zunächst, das „Kingdom“ zu durchqueren. Hierbei handelt es sich um weitläufige Landgebiete, die die vier großen Städte des Spiels miteinander verbinden. Altair kann diese zu Fuß bereisen – oder er klaut ein Pferd. Im wilden Westen wurde man dafür an den nächsten Baum geknüpft, im nahen Osten erleichtert dies das Reisen ungemein.

Bevölkert ist das Kingdom natürlich auch: Während seiner Reise trifft Altair auf zahlreiche NPCs, die in kleinen Dörfern leben. Zusätzlich patroulieren dort natürlich auch Wachen. Sogar den einen oder anderen Ritter vom Tempelorden konnten wird dort treffen. Diese haben im Spiel besondere Bedeutung: Als Todfeinde der Assassinen gilt es für Altair natürlich diese zu töten. Allerdings sind die Templer harte Nüsse im Kampf. Tötet man alle, schaltet man ein Achievement frei.

Die Mission beginnt im regionalen Hauptquartier der Assassinen. Dort erhält Altair ein kleines Briefing, Zwischensequenzen führen die Hintergrundgeschichte fort. Die bleibt übrigens auch nach dem Probespielen weitgehend im Dunkel. Zwar fanden wir einige Hinweise auf eine große Verschwörung, auf Verrat und Heimtücke – genaueres ließen sich aber auch die anwesenden Entwickler nicht aus der Nase ziehen. Während die Videosequenz läuft, kann man seine Spielfigur übrigens umher bewegen und die Kameraeinstellung wechseln – ein wenig wie am Schnittbrett.

Nach dem Briefing geht es hinaus ins Kingdom: Für uns eine willkommene Gelegenheit uns zunächst mit der Steuerung des Titels vertraut zu machen. Die Bewegungen hat man recht schnell verinnerlicht: Mit einem der Analogsticks steuert man den Meistermörder durch die Gegend, mit den Buttons führt man verschiedene Aktionen aus. Das ist einfach und schnell in Fleisch und Blut übergegangen. Besondere Erwähnung an dieser Stelle verdienen ohne Frage Altairs Sprung- und Kletterkünste: Die Entwickler von Ubisoft Montreal haben für Assassins Creed eine Welt erschaffen, in der nahezu jede Oberfläche manipuliert und genutzt werden kann. So erklimmt man schnell schwindelerregende Höhen, um Wachen auszuweichen oder unbemerkt in Gebäude einzudringen. Und auch hübsch anzusehende Sprungsequenzen sind so intuitiv möglich. Hierbei muss der Spieler eigentlich nicht all zu viel beachten – Anlauf nehmen und Abspringen reicht. Je nach Distanz sollte man die „Greifen“-Taste noch betätigen, um sich bei der Landung mit den Händen festzuhalten.

Besonders beeindruckend ist der schon aus Videos bekannte "Leap of Faith". Dieser Spezialsprung ist nur an einigen sehr hohen Stellen möglich. Altair lässt sich hierbei einfach nach vorne fallen, breitet die Arme aus und landet punktgenau in einem praktischerweise abgestellten Heuhaufen.

ThumbnailAltair ist ein echter Kletterkünstler: Wer schon Free Running beeindruckend findet, bekommt hier akkute Reizüberflutung.

Und auch die Kampfsteuerung ist erstaunlich einfach: Beeindruckende Videos ließen uns hier komplizierte Manöver befürchten – im Grunde reichen aber schon zwei Tasten, um Kämpfe erfolgreich zu meistern: Mit der rechten Wippe nimmt man eine defensive Grundhaltung an, Attacken aus der Blickrichtung werden so automatisch pariert. Mit einem Tastendruck kann man bei richtigem Timing der Attacke auch ausweichen und diese spektakulär kontern – jede gelungene Aktion belohnt das Spiel übrigens mit einer spektakulären Kameraeinstellung. Auch offensiv ist die Steuerung simpel gehalten: Ein Button reicht für Angriffe, je länger die Taste gedrückt war, desto fester schlägt Altair zu. Umstehende Gegner kann man ergreifen und in Aufbauten oder gegen Wände schleudern.

Schnell gelingen so spektakuläre Kämpfe, die auch mit mehreren Gegnern kein Problem sind. Feinde passen ihren Kampfstil an den des Auftragsmörders an und suchen nach passenden Gegenmitteln. Insgesamt verhalten sich die Gegner schlau: Ist der Spieler zu mächtig holen sie Verstärkung – und auch fliehende Gegner konnten wir beobachten. Das lädt dann allerdings zu besonders spektakulären Finishing-Moves ein. Altair stehen im Spiel vier verschiedene Waffen zur Verfügung: Der Assassine ist im Umgang mit dem Schwert, einem verborgenen Dolch und Wurfmessern geübt. Zu den Fäusten sollte man aber nur im äußersten Notfall greifen.

Autor: Lennart Dahmen (ld)
Erstellt am: 12. Oktober 2007, 09:58 CEST

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