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Supreme Commander

eXp Review Fazit Kommentare (0)
eXp-Rating:9
Developer: Gas Powered Games
Publisher: THQ
Genre: Echtzeitstrategie
Releasedate: 16.02.2007
Weitere Plattformen: x360

Die Verwässerung hat ein Ende

Seit Total Annhilation ist eine Ewigkeit vergangen. Das Strategiegenre hat viele Veränderungen erfahren. Es fand viele Nachahmer – bis zu dem Tag, als Helden eingeführt wurden. Ein System, welches in Warcraft 3 schließlich seinen Höhepunkt und Meister fand. Hinzu kam der Trend, die Kamera immer näher und näher am Geschehen selbst zu platzieren. Die Techtrees wurden heruntergestockt und am Ende war das Genre ein vollkommen Neues. Nicht mehr das, was es einst war. Nun aber kehrt Chris Taylor zurück. Supreme Commander steht in den Startlöchern und will die Herrschaft an sich reißen – und zwar nicht im verwässerten Strategiegenre, sondern im Strategiegenre selbst.

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Die United Earth Federation hatte das ein oder andere auf politischer Ebene schief gehen lassen, kein Wunder also, dass sich schon bald zwei Splittergruppen bildeten: Da wären zum Einen die Aeon, welche irgendwelchen Aliens anbeten und im religiösen Wahn handeln und zum Anderen die Cybrans, Roboter mit Menschenhirnen. Der Untergang der Menschheit scheint also besiegelt. So einfallsreich, soweit die Story.
Die Story ist vermutlich das einzige an Supreme Commander, was nicht mit dem Wort „gigantomanisch“ beschrieben werden kann. Alles Andere ist es ohne jeden Zweifel. In den drögen Kampagnen wird man schon auf die richtig großen Gefechte (sowohl gegen die KI als auch gegen menschliche Gegenspieler) vorbereitet. Wenn Aberhunderte von Einheiten in einer entscheidenden Schlacht aufeinandertreffen, dann spannt sich jeder Muskel im Körper des Generals. Dann kommt es darauf an, wer seine Armee besser koordiniert, wer mehr Einheiten und wer die bessere Mischung aus selbigen besitzt. Eine Lufthoheit kann schnell durch Luftabwehr zu Nichte gemacht werden. Wenn keine Luftabwehr vorhanden ist, so wird man seine Truppen schnell dem Erdboden gleichgemacht sehen.
Sollte eine Schlacht tatsächlich mal verloren gehen, so ist der Krieg am Ende vielleicht doch noch nicht verloren. Die Karten sind in ihrem Umfang geradezu unglaublich groß (Eine langsame Einheit kann schon mal gut eine Stunde von einem Ende zum Anderen brauchen – oft auch noch länger) und so kann man immer noch eine Notarmee aus dem Boden stampfen um den Vormarsch zu stoppen. Oder, sofern man in seiner eigenen Basis weit genug geforscht hat, kann man dem anrückenden Feind auch eine einzige Einheit entgegenstellen. Eine Einheit, welche größer als Gebäude, mächtiger als alle Atombomben dieser Welt und härter als Diamant ist. Auf der höchsten Techstufe lassen sich sogenannte experimentellen Einheiten bauen. Diese nehmen es zur Not tatsächlich auch mal mit ganzen Armeen auf – sind dafür aber auch verflucht teuer. Billiger ist es da schon, vier oder fünf Produktionsstätten jeder Art zu bauen und unentwegt neuen Nachschub zu produzieren um am Ende vielleicht doch mit Masse statt Klasse zu gewinnen.

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Die Produktion ist dabei auch nicht weiter schwer, gibt es doch nur zwei verschiedene Rohstoffe: Masse und Energie. Letztere lässt sich überall gewinnen, Masse nur an dafür vorgesehen Orten. Orte, welche strategisch wichtig und somit stets umkämpft sind. So ist man gerade zu Beginn zu aggressiven Verhalten gezwungen. Im späteren Verlauf einer Schlacht, wenn so oder so schon überall Kämpfe entbrand sind, gibt es allerdings auch Einrichtungen, welche überflüssige Energie in Masse verwandeln. An Rohstoffen kommt jedenfalls nur recht selten ein Mangel auf.
Viel leichter verliert man da schon mal die Übersicht. Zumindest in anderen Strategietiteln. Dort ist die Kamera nämlich meist zu nah am Geschehen – doch in Supreme Commander sieht das Ganze ein wenig anders aus. Hier kann man beliebig und Stufenlos zoomen wie man lustig ist. Auf der höchsten Stufe sieht man die komplette Karte und Einheiten werden nur noch als Symbole dargestellt. Von hier aus lassen sich die meisten Schlachten auch am leichtesten koordinieren.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 25. Februar 2007, 15:35 CET

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