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Pony Friends 2

eXp Review Fazit Kommentare (6)
eXp-Rating:3
Developer: Square Enix Europe
Publisher: Square Enix Europe
Genre: Simulation
Releasedate: 20.11.2009
Weitere Plattformen: wii ds

Dem geschenkten Gaul...

Willkommen im neuen Jahr. Willkommen beim ersten außergewöhnlichen Test im neuen Jahr. Denn auch wir müssen manchmal Spiele testen, mit denen eigentlich niemand gerechnet hat. Noch im letzten Jahr ist es erschienen und wir haben uns eine Weile Zeit gelassen, Pony Friends 2 (Nein, das ist kein schlechter Scherz) ausgiebig anzusehen.

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Eines wollen wir noch vorab anmerken: Auch solche Spiele haben ihre Fans. Sogar zahlreiche. Im Spiel angekommen, erstellt sich der Spieler (oder vielmehr die Spielerin wie es scheint, denn sämtliche Figuren im Spiel wirken, als wären sie auf Mädchen zugeschnitten. Sprich: Gut aussehend, zuvorkommend und freundlich) einen Account und kauft oder erschafft sich sein erstes eigenes Pony. Mit dem darf man dann auch gleich den ersten Ausritt machen und den ersten Abschnitt der Spielwelt erkunden. Um weitere Gegenden bereiten zu dürfen, muss man im Reitlevel aufsteigen.

Doch wie wird man ein besserer Reiter? Ganz einfach: Man reitet aus, springt über Hindernisse, nimmt an (extrem leichten) Rennen teil und macht Fotos von der Tierwelt. Wie? Jetzt echt? Ja. Man macht Fotos. Auch dafür gibt es Erfahrungspunkte. Nebenher kann man damit aber auch noch Aufträge abschließen, die man beim Pony-Club bekommen hat. Die zahlen nämlich gar nicht schlecht für ein Foto von einem Eichhörnchen in der Stadtmitte. Manchmal muss man aber auch verlorene Objekte wiederfinden, die sich allesamt in einer blauen Tasche befinden.

So reitet man also munter fröhlich vor sich hin, fotografiert Luchse, Hunde, Hühner, Kühe, Elche und andere Tierarten und stellt irgendwann fest, dass man vielleicht doch lieber die andere Weggabelung gewählt hätte, um dort auch noch ein Foto zu machen. Allerdings ist das möglich, denn für einen anderen Weg kann man sich dann nicht mehr entscheiden: Rückwerts reiten oder gar umdrehen ist in Pony Friends 2 dummerweise nicht möglich.

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Nach all den vielen Ausritten muss man dann plötzlich feststellen, dass das eigene Tier mit einem Schlag krank ist. Verflixt aber auch, um den Gaul muss man sich auch noch kümmern! Striegeln und Waschen ist angesagt. Den Körper, den Schweif, die Mähne. Mit Wasser, Seife und Shampoo. Und danach wollen auch noch die Hufe freigekratzt werden. Das Dumme: Das Putzen der Pferde beansprucht mehr Zeit, als sämtliche anderen Aspekte des Spiels und ist äußerst repetitiv und langweilig.

Andererseits: Da ist auch der Rest des Spiels nicht unbedingt viel besser ausgefallen: Zwar unterscheiden sich die verschiedenen Reitwege optisch voneinander, doch da man nur äußerst langsam im Level aufsteigt, muss man sich die gleichen Wege immer und immer wieder antun und die gleichen Tiere immer und immer wieder fotografieren. Da hilft es wenig, dass man dem Pony Tricks beibringen kann, die durch unpräzise und selten funktionierende Mausgesten ausgelöst werden. Auch das sammeln von neuen Satteln und anderen Gegenständen sorgt nur für wenig Abwechslung und ist de Facto recht unsinnig. Wirklich motivieren kann das nicht einmal die vermeintliche Zielgruppe – das haben wir in der Tat ausprobiert.

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Technisch präsentiert sich Pony Friends 2 eher trist und altbacken. Zwar gibt es, wie bereits erwähnt, optische Unterschiede bei den Reitwegen, doch sind die Texturen stark verwaschen und es mangelt an Details. Dazu gesellen sich nicht vorhandene Effekte und hölzerne Animationen, die gerade bei den Rennen, wenn man andere Reiter zu Gesicht bekommt, auffallen. Der Sound ist nicht unbedingt viel besser: Die Ponys klingen immer gleich, die Effekte sind mau und die Musik wirkt auf Dauer einschläfernd und nicht fröhlich.

Versteht uns nicht falsch: Es muss Spiele wie Pony Friends 2 geben. Und die Idee, die hinter dem Spiel steckt, die ist auch gar nicht verkehrt. Als durchdachte Simulation könnten sogar echte Hardcore-Fans dem Ganzen etwas abgewinnen. Doch leider ist Pony Friends 2 eine unterdurchschnittliche Umsetzung des Themas, die sich allzu schnell an jeder Ecke und Kante wiederholt und die nur wenig spielerischen Inhalt zu bieten hat.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 12. Januar 2010, 10:27 CET

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