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Ashes Cricket 2009

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eXp-Rating:4
Developer: Transmission Games
Publisher: Codemasters
Genre: Sports
Releasedate: 07.09.2009
Weitere Plattformen: x360 ps3 wii

Gähnende Langeweile

In Deutschland regiert der Fußball. In Amerika ist es Baseball. Die Australier lassen sich Rugby gefallen und die Engländer sind ein wenig wie die Deutschen. Doch bei den beiden letzten Ländern gibt es dann doch eine Gemeinsamkeit: Die elitäre Klasse fährt total auf Cricket ab. Mit Ashes Cricket 2009 steht eine weitere Versoftung der Sportart an, die wir nun auch einem Test unterzogen haben. Übrigens: Das Spiel kann zur Zeit ausschließlich importiert werden.

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Ashes Cricket 2009 gibt dem Spieler gleich vier verschiedene Spielmodi zur Hand. Laien werden den Unterschied allerdings kaum merken. Ein Modus dient ausschließlich zum Schlägervergleich zwischen Australien und England, den beiden stärksten Mannschaften. In den anderen Modi kann man auch noch andere Länder und Stadien wählen. Auch Unterschiede in den Overs gibt es. Wer nur Bahnhof versteht: Ein Over besteht aus sechs Würfen, die einem Spieler zur Verfügung stehen. Wie gesagt: Laien werden den Unterschied kaum merken.

Hat man sich dann für einen Modus, ein Land und ein Stadion entschieden, so kann das Spiel beginnen. Die Regeln wurden akkurat umgesetzt und Fehler passieren den Offiziellen bei der Auslegung nicht. Wobei das auch in der Realität nur äußerst selten vorkommt und daher als realistisch gewertet werden darf. Also ist Ashes Cricket 2009 ein Spiel für Liebhaber der feinen Sportart? Das kommt ganz darauf an, ob man auf langweiliges Tastendrücken verzichten will. Denn genau das ist es, was man hier präsentiert bekommt.

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Per Kopf oder Zahl auf der Münze wird entschieden, ob man sich zu Beginn als Werfer auf dem Feld oder aber als Schläger austoben darf. Große Unterschiede gibt es da beim Gameplay allerdings nicht. Es gilt jeweils im richtigen Moment die richtige Taste zu drücken. Die zahlreichen Werfer verfügen über verschiedene Techniken. Mit den Pfeiltasten sucht man sich die gewünschte aus, wartet bis ein Balken fast im roten Bereich angelangt ist und hämmert die Taste noch einmal. Mit Glück trifft der Gegner nicht. Trifft er doch einmal, so holen die Spieler automatisch den Ball und man selbst muss nur entscheiden, in welches der beiden Felder der Ball geworfen werden soll.

Als Schlagmann hat man es noch eine Ecke einfacher: Hier reicht es immer wieder aus, eine ganz bestimmte Schlagart (nämlich die aggressive Variante) zu wählen. Damit prügelt man den Ball in der Regel weit über das Spielfeld hinaus und kassiert gleich mehrere Punkte, sodass der Gegner keinerlei Chancen hat. Probleme traten bei dieser Variante im Test nicht auf – ewig hohe Siege waren der Fall. Und Spaß machte das Drücken auch irgendwie nicht.

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Dass liegt aber auch daran, dass Ashes Cricket 2009 weniger auf das Gameplay, als vielmehr auf die selbst zelebrierenden Sequenzen ausgelegt ist. Was auch immer passiert: Immer wieder gibt es Großaufnahmen von den Spielern oder dem Schiedsrichter. Jedes Detail wird hervorgehoben, jeder Moment voll ausgekostet. Dazu gesellen sich massig Statistiken und Wenn- und Abers. Wie hätte der Ball fliegen können, was wäre optimal gewesen? Freunde der Sportart werden hier viele Informationen erhaschen können. Nur um danach wieder zum stupiden Tastendrücken verdonnert zu werden.

Was wirklich ärgerlich ist: All das wäre ja zu verzeihen, wenn Ashes Cricket 2009 wenigstens über eine halbwegs brauchbare Optik verfügen würde. Doch die Grafik ist in etwa so ansprechend, wie der Anblick eines ausgelaufenen Öltankers vor der britischen Küste. Die Stadien bieten kaum Wiedererkennungswert und die Spieler sind grob modelliert. Dazu gesellt sich ein immer wiederkehrendes Ruckeln, das so manches Mal dafür sorgt, dass man wider Erwarten doch nicht den Ball trifft. Immerhin sieht es beim Sound besser aus. Von den hochwertigen Kommentaren bis hin zu den kleinen Details wurde hier alles nötige bedacht, sodass in gewisser Weise ein wenig Atmosphäre aufkommen mag.

Am Ende ist der Titel aber trotzdem nicht zu empfehlen. Zu wenig Spiel steckt dahinter. Wer mit Cricket nichts anfangen kann, der wird mit diesem Spiel nicht glücklich werden. Und auch wer dem Sport zugeneigt ist, der wird Ashes Cricket 2009 nur mögen, wenn er auf trockene Statistiken und eine altbackene Technik gut zu sprechen ist. Das Gameplay kann nämlich nicht wirklich überzeugen, dafür ist es viel zu simpel gestrickt.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 21. Oktober 2009, 10:00 CEST

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