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Zombie Driver

eXp Review Fazit Kommentare (3)
eXp-Rating:6
Developer: EXOR Studios
Publisher: Rondomedia
Genre: Action
Releasedate: 04.12.2009
Weitere Plattformen: keine

Ein Taxi zwischen Zombies

Keine Frage: Grand Theft Auto 2 gilt auch in der heutigen Zeit noch als ein wegweisendes Spiel und ist unter Fans der Serie nach wie vor beliebt. Zuletzt kamen zudem Zombie-Spiele ganz schwer in Mode, weshalb es nur eine Frage der Zeit war, bis irgendein Entwicklerstudio eine Kombination aus beiden Titel schaffen würde. Und genau das ist jetzt auch mit Zombie Driver geschehen.

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Anders als es der Name vermuten lässt, steuert man in Zombie Driver aber keinen Untoten im Auto. Das Gegenteil ist der Fall. Man selbst ist lebendig und hat die Invasion der lebenden Toten überstanden. Mehr oder weniger. Da die Armee noch ein wenig braucht, bis sie in die Stadt einrückt, ist es die Aufgabe des Spielers, die letzten Überlebenden zu retten. Also spielt man in 17 Missionen den schnellen Taxi-Service und überfährt unterwegs noch einige Zombies. Leider präsentiert sich die Geschichte von Zombie Driver ein wenig zu zweckmäßig: Zwischensequenzen gibt es keine, Missionen werden ausschließlich in Textform vorgestellt und eine Sprachausgabe gibt es ebenfalls nicht.

Das Spielprinzip ist ebenfalls recht schnell erklärt: Mit der Tastatur fährt man durch die Stadt zu bestimmten Punkten, überfährt dort alle Zombies und wartet, bis die Überlebenden einsteigen. Diese bringt man dann zu einem anderen Punkt auf der Karte. Das Ganze geschieht natürlich unter Zeitdruck, denn die Zombie-Horden versuchen natürlich die letzten lebenden Bewohner der Stadt zu essen. Je weiter man im Spiel voranschreitet, desto knapper wird die Zeit. Da wollen gleich an mehreren Stellen auf der Karte Menschen gerettet werden, sodass man sich durchaus schon mal beeilen muss, um noch Rechtzeitig am Ort des Geschehens zu sein. Ist man dies nicht, so darf man die Mission nämlich erneut spielen.



Die Sache mit der Pünktlichkeit wird zudem dadurch erschwert, dass das eigene Auto nur begrenzt viele Schläge von den Gegnern aushält. Zum Glück verfügt man schon nach kurzer Zeit über bessere Vehikel (Vom Taxi über einen Sportwagen, bis hin zum Krankenwagen und Bus werden einige fahrbare Untersätze geboten) und darf schon sehr bald Waffen an ihnen montieren, sowie ihre Panzerung und ihre Motoren verbessern. Vom Flammenwerfer bis hin zur Railgun darf man natürlich auch die Waffen mit Erweiterungen ausstatten. Allerdings kostet das Ganze auch Geld. Das wiederum verdient man sich durch das Retten von Menschenleben oder das Überfahren von Zombies, wodurch sich der Kreis im Gameplay wieder schließt.

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Technisch präsntiert sich Zombie Driver äußerst solide. Es hat jenen Stil, der manchen Spielern von russischen Titeln bekannt sein sollte: Ein wenig grell, nett gemacht und insgesamt recht stimmig. Leider verwackelt das Bild auf Grund einer etwas seltsamen Kamera, die man dummerweise nicht beeinflussen kann, oft stark, sodass man sagen könnte, dass ein gewisser Brei entsteht. Trotzdem ist der Titel optisch nicht schlecht. Gerade bei den Effekten kann das Spiel punkten. Für ein „Zombies-über-den-Haufen-fahren-Spiel“ ist Zombie Driver allerdings vergleichsweise unblutig ausgefallen.

Etwas ärmlich ist der Sound ausgefallen. Die Musik ist ja noch ganz nett, doch die Effekte der Waffen sind etwas schwach auf der Brust. Auch das Geräusch, das beim Überfahren entsteht, will nicht so recht begeistern. Oft hat man hier das Gefühl, die Entwickler wollen demnächst ein Comic-Spiel erstellen, bei dem man Pickel ausdrücken muss. Klingt ekelhaft, beschreibt eben jenen Sound aber recht gut. Mager ist übrigens nicht nur die Klangkulisse ausgefallen. Auch die Spielwelt ist wenig vielfältig. Es gibt nur eine einzige Stadt, durch die man Mission für Mission fährt, weshalb sich schon nach kurzer Zeit eine gewisse Routine (Oder Langeweile) einstellt. Dazu gesellt sich dann auch noch eine Spielzeit von knapp zwei Stunden.

Keine Frage: Zombie Driver ist für einen geringen Preis durchaus in Ordnung. Nicht einmal 10 Euronen kostet der Titel bei diversen Online-Plattformen wie Steam oder GamersGate. Mehr sollte man dafür aber auch nicht ausgeben. Zu schnell ist der Spaß vorbei, zu schnell hat man sich satt gesehen. Für eine kleine Runde in der Mittagspause ist Zombie Driver aber trotzdem ein ganz guter Tipp. Wer gegen halbwegs blutige und etwas arg monotone Spiele nichts einzuwenden hat, der kann durchaus mal einen Blick riskieren. Schade nur, dass die Entwickler sich nicht um einen Mehrspielermodus gekümmert haben. Der hätte dem Spiel sicher gut getan und eine gewisse Abwechslung verschafft.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 07. Dezember 2009, 13:51 CET

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