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Assassins Creed: Bloodlines

eXp Review Fazit Kommentare (0)
eXp-Rating:6
Developer: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Genre: Action-Adventure
Releasedate: 19.11.2009
Weitere Plattformen: keine

Altair auf Zypern

Zu seiner Zeit war Assassins Creed ein wirklich tolles Spiel, welches lediglich in Sachen Abwechslung ein wenig kränkelte. Auch der zweite Teil mausert sich so langsam aber sicher zu einem Verkaufserfolg und bietet in der Tat eine Ecke mehr Vielfalt. Da stellt sich natürlich die Frage, wie sich der passende PSP-Ableger der Reihe schlägt.

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Und das Ganze ist sogar recht geschickt eingefädelt: Wer wirklich jedes Story-Detail kennenlernen möchte, der wird um Assassins Creed: Bloodlines, so der Name des Handheld-Abenteuer, kaum herumkommen. Der Grund: Die Geschichte. Die dient nämlich als Verbindungsstück zwischen dem ersten und dem zweiten Teil. Man schlüpft also erneut in die Haut von Altair und meuchelt sich durch die Vergangenheit. Das Ziel ist dieses Mal allerdings nicht Venedig oder gar Jerusalem. Nein. Dieses Mal geht es nach Zypern, wo die geschwächten Kreuzritter alles für die Flucht vorbereiten.

Der Beginn des Spiels klärt dabei einige offene Fragen um den Verbleib des Assassinen und fädelt von Beginn an gleich geschickt eine Romanze ein, zu der wir zur Zeit lieber nichts sagen möchten, da es sicherlich Spieler gibt, welche auch im zweiten Teil noch überrascht werden wollen. Nur soviel sei gesagt: Es handelt sich um eine alte Bekannte. Schade ist aber die Tatsache, dass die Story nur mäßig präsentiert wird und man die meiste Zeit über nicht so recht den Durchblick behält, wen man jetzt eigentlich gerade umbringen soll und was da überhaupt so passiert.

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Böse Zungen würden jetzt behaupten, dass Ubisoft hier bei der Präsentation geschludert hat – und so leid es uns auch tut, wir müssen das in vielerlei Hinsicht bestätigen. Viele Szenen wirken in der Tat lieblos, jedoch nicht alle. Der Hauptgrund für die Verwirrung, das ist die Plattform. Technisch ist Assasssins Creed: Bloodlines ein echter Hingucker. Klar, die Texturen sind nicht unbedingt gestochen scharf, doch die zwei begehbaren Städte sind den Entwicklern wirklich gelungen und die Animationen sind ebenfalls äußerst Edel. Das Problem ist nur: Zwar wurde vieles auf Sonys Handheld angepasst, jedoch nicht alles.

So ist die Steuerung äußerst missraten. An und für sich gestaltet es sich als simpel, Altair durch die Gassen laufen und über die Häuserdächer springen zu lassen. Doch gerne zickt die Kamera herum, sodass man umständlich (Eine Taste gedrückt halten, mit je einer Taste pro Richtung dann nachjustieren) nachbessern muss. Da verliert man schnell das Wesentliche aus dem Blick, fragt sich wo Oben, wo Unten ist und bekommt von der unübersichtlichen Minimap keinerlei Hilfe. Diese dient zwar der Orientierung, kommt ihrer Aufgabe allerdings kaum nach, da sie minimalistische Symbole aufzeigt, die man mit einer Lupe untersuchen müsste, um sie am Ende zu verstehen. Immerhin: Aktuelle Wegpunkte sind rot markiert. Kompliziert wird es allerdings, wenn man Nebenmissionen (Passanten Retten, Artefakte klauen, Leute abstechen) annimmt. Spätestens dann verliert man den Überblick und nach einer Weile hat man vergessen, was denn die eigentliche Geschichte erzählen wollte.

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Grund dafür ist auch die Tatsache, dass auf der PSP so viele Gegner immer wieder von Neuem auftauchen, sodass man die meiste Zeit in hitzigen Gefechten verbringt. Das Kampfsystem ist dabei altbekannt: Es greift immer nur ein Gegner direkt an und die beste Methode zum Sieg führt über Konterattacken. So werden auch Kämpfe gegen eine endlose Übermacht gewonnen. Einfallsreich oder gar abwechslungsreich mag dies nicht sein, doch macht es eine gewisse Zeit lang Spaß. Nach dem hundertsten Zufallsgegner ist dann aber auch die Luft raus. Aus dem leicht vereinfachten Kampfsystem ergibt sich allerdings noch ein Problem: Dadurch, dass es keinerlei Mühen bereitet, unzählige Gegner zu überwältigen, macht es keinerlei Sinn, leise vorzugehen, weshalb man sich mehr durch das Spiel, welches mit knapp fünf bis sechs Stunden Spielzeit daherkommt, schlachtet als schleicht. Traurig, jedoch wahr und effektiv.

Am Ende nervt dann auch die Sprachausgabe noch ein wenig. Diese ist weder im Englischen, noch im Deutschen besonders gut ausgefallen. Immerhin: Die Musik und die Effekte können überzeugen. Trotzdem ist Assassins Creed: Bloodlines kein gutes Spiel. Es ist aber auch kein totaler Reinfall. Es ist lediglich ein Titel, der ganz offensichtlich zur Ausschlachtung einer bekannten Marke dient. Ubisoft hätte hier viel mehr rausholen können, hat es aber nicht getan, weshalb ihr euch den Kauf am Besten mehr als nur zweimal überlegen solltet.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 02. Dezember 2009, 11:00 CET

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