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Tales of Monkey Island: Chapter 5 - Rise of the Pirate God

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eXp-Rating:7
Developer: Telltale Games
Publisher: Telltale Games
Genre: Point & Click
Releasedate: 08.12.2009
Weitere Plattformen: wii

Die finale Episode

Die letzte Episode von Tales of Monkey Island ist endlich da. Mit ein wenig Verspätung ist der letzte Part der ersten Staffel jetzt veröffentlicht worden und möchte einen würdigen Abschluss bieten. Dass damit die Reihe vermutlich noch nicht am Ende angekommen ist, das sollte allerdings klar sein.

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In Rise of the Pirate God haben sich die Rollen ein wenig verändert. Jetzt ist nicht mehr LeChuck der Geisterpirat, sondern Guybrush selbst, nachdem er in der letzten Episode ja um sein Leben gekommen war. Natürlich gänzlich unfreiwillig. Aber das wird ihn ganz bestimmt nicht davon abhalten, seine Geliebte aus den Händen des Bösewichts zu befreien, schließlich stehen die Spieler ihm ja tatkräftig zu geisterhaften Seite.

Wobei das eigentlich kaum nötig ist, denn über den Verlauf der Reihe hat der Schwierigkeitsgrad der Rätsel immer weiter abgenommen und so ist auch Rise of the Pirate God quasi im Vorbeigehen zu lösen. Echte Rätsel suchen Anhänger des Genres nahezu vergeblich. Die meiste Zeit verbringt man damit, zwei verschiedene Gegenstände aufzutreiben, um diese dann zu kombinieren. Wirklich kreativ ist das nicht. Dafür aber zeitfressend, denn die Objekte sind dieses Mal auf drei verschiedenen Inseln verteilt, was unweigerlich zu umständlichen und durch und durch unnötigen Laufpassagen führt.

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Immerhin: Diese Abschnitte wurden mit einem derben Humor versehen, sodass man wenigstens während der Wartezeit auch mal etwas zum Lachen hat. Zahlreiche alte Bekannte trifft man wieder und auch einige totgeglaubte Charaktere trifft man wieder. Hier hätten die Entwickler allerdings wesentlich mehr rausholen können, denn in der gesamten Monkey Island-Reihe sind ja schon wesentlich mehr Figuren ins Jenseits befördert worden. Die Idee als untoter Guybrush zu wandeln ist durchaus gelungen – trotzdem: Da wäre einfach mehr drin gewesen.

Zumal die Dialoge erneut über einen ganz eigenen Charme verfügen, der zu begeistern vermag. Überall sind kleine Wortwitze und Anspielungen versteckt, welche auf vorherige Episoden oder Spiele verweisen, sodass gerade Fans einige nette Details in Erfahrung bringen können. Doch nicht nur die Dialoge können gefallen: Auch bei der Musik haben es sich die Macher nicht nehmen lassen, einen passenden Ton zu finden. Weniger freundlich kommt die Klangkulisse im Afterlife daher und passt sich somit dem geisterhaften Szenario gekonnt an.

Die Spielzeit kommt mit etwa vier Stunden daher, was aber wie gesagt auch an den langen Laufwegen liegt. Dafür klärt Rise of the God Pirate endlich alle Fragen auf, welche die neusten Ausgaben des Hobby-Piraten bereitstellten: Sei es die fragwürdige Rettung von Elaine oder die Wiedererlangung der einst abgetrennten Hand: Alles klärt sich am Ende auf, wenn auch nicht unbedingt äußerst spektakulär.

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Bei der Technik hat sich natürlich recht wenig getan, was aber auch nicht unbedingt anders zu erwarten war. Und auch die Steuerung haben die Mannen von Telltale nicht wirklich überarbeitet, weshalb Neulinge noch immer einige Probleme haben dürften. Erfahrene Episodenspieler sollten mittlerweile allerdings zurecht kommen.

Im Test der letzten Episode, also The Trial and Execution of Guybrush Threepwood, sagten wir noch, dass es die schwächste Episode der Reihe sei. Diese Aussage müssen wir jetzt zurücknehmen, denn Rise of the Pirate God hinterlässt einen faden Beigeschmack. Keine Frage, der Humor kann überzeugen. Doch die Rätsel sind noch leichter geworden und als abschließende Episode ist der Titel dann doch ein wenig enttäuschend. Er reiht sich zwar nahtlos in das Geschehen ein, doch hätte man einfach ein wenig mehr erwartet.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 14. Dezember 2009, 09:28 CET

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