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Monster Hunter Freedom Unite

eXp Review Fazit Kommentare (0)
eXp-Rating:7
Developer: Capcom Entertainment
Publisher: Capcom Entertainment
Genre: RPG
Releasedate: 26.06.2009
Weitere Plattformen: keine

Neuer Name für ein altes Spiel

Im Jahre 2007 erschien mit Monster Hunter Freedom 2 ein wirklich beeindruckender Titel für die Playstation Portable, welcher in Japan für eine echte Massenhysterie verantwortlich war. Auch in Europa konnte Publisher Capcom Erfolge feiern, doch nicht in dem Maße, wie im Land der aufgehenden Sonne. Jetzt steht der lang ersehnte Nachfolger, der auf den Titel Monster Hunter Freedom Unite hört endlich in den Läden.

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Alt eingesessene Veteranen dürften allerdings erst einmal enttäuscht sein. Tatsache ist, dass das Spiel auf den ersten Blick wie eine ganz miese Abzocke daherkommt. Das Intro ist das Gleiche, wie beim zweiten Teil und auch sonst hat sich scheinbar nicht viel getan. Die Spielwelt sieht genauso aus, wie die des Vorgängers. Kein Wunder, ist es doch auch die Gleiche. Die Veränderungen finden sich zu Beginn nur im Detail. So ist es jetzt möglich Teile des Spiels auf die Playstation Portable zu installieren, sofern eine Ecke mehr als 500 Megabyte an freiem Speicher hat. Das verkürzt die Ladezeiten und entlastet auch das Laufwerk, was Strom spart. Und sonst? Nun, wie gesagt: Auf den ersten Blick scheint sich wenig bis gar nichts getan zu haben.

Natürlich kann man seinen alten Charakter in das neue Spiel mitnehmen, doch da manche Objekte in der Quasi-Neuauflage nicht mehr vorhanden sind, werden diese Items durch gleichwertige ersetzt. Auch eine Aussehens-Veränderung und einen Geschlechterwechsel darf man vornehmen. Wer diese Variante wählt, der wird schon eher auf die Neuerungen stoßen. Zahlreiche neu Quests haben ihren Weg in die Unite-Version gefunden. Aber auch neue Waffen und Rüstungen, sowie Gebrauchsgegenstände lassen sich finden. Wer aber einen neuen Charakter erschafft, der bekommt am Ende tatsächlich fast das gleiche Spiel noch einmal präsentiert.

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Eine maßgebliche Änderung gibt es allerdings: Noch immer ist der Mehrspielermodus das Kernelement von Monster Hunter Freedom, doch ist der Titel nach wie vor nur im AdHoc-Modus spielbar. Einen Onlinemultiplayer sucht man auch heute noch vergebens. Zwar hat Capcom nicht an diesem massiven Problem gearbeitet (Was in Japan übrigens nicht weiter schlimm ist – dem Hype im Land um diese Serie sei Dank), doch gibt es neuerdings die Möglichkeit Einwohner des Dorfes anzustellen und diese mit auf die Tour gegen die Monster zu nehmen. Nun gut. Einwohner dürfte wohl das falsche Wort sein. Es handelt sich um katzenartige Wesen, welche den Spieler beim Sammeln von Kräutern, Mineralien und auch im Kampf selbst helfen. Den Mehrspielermodus kompensiert dieses Feature zwar nicht vollständig, aber taugt es immerhin als eine nette Ergänzung für Solisten.

Noch immer zieht man gegen gigantische Monster in die Schlacht, baut nebenher seine eigene Farm auf und verfällt so manches Mal der Sammelwut. Aber auch der knackige Schwierigkeits-Grad wurde beibehalten. Ebenso die mangelnden Informationen, was man denn eigentlich gerade tun soll. Schätze sammeln? Aber gerne doch! Nur... was gilt eigentlich als Schatz? Wie? Pepes jagen? Klar. Kein Problem. Hat mal gerade einer der Anwesenden ein Bild oder eine Beschreibung von den Viechern? Nein? Schade.

Technisch hat sich seit 2007 leider auch nicht viel getan. Natürlich, die Optik kann noch immer überzeugen. Die Landschaften wissen zu begeistern und bieten Vielfalt ohne Ende. Die Animationen sind klasse und auch sonst lässt sich nur wenig meckern. Auch der Sound ist, sofern man über entsprechend gute Kopfhörer oder eine taugbare Soundanlage verfügt, mehr als nur überzeugend. Lediglich die mürrische Kamera ist auch nach zwei Jahren noch ein fieser Mistkerl, der dem Spieler das Leben zur Hölle machen möchte. Auch hier finden sich leider keinerlei Verbesserungen. Oft blickt man einfach nicht zum Gegner hin, sodass der schnelle Bildschirmtod gerne früher eintritt, als zuvor erwartet.

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Keine Frage: Monster Hunter Freedom Unite ist rein theoretisch ein wirklich tolles Spiel. Das Problem ist nur, dass nahezu das identische Spiel schon vor zwei Jahren erschienen ist. So finden sich die Neuerungen nur an wenigen Stellen und alte Probleme machen dem Titel immer noch zu schaffen. Wer über einen starken Freundeskreis mit entsprechender Hardware verfügt, der wird einmal mehr hunderte Stunden in der Welt des Spiels verbringen können, denn auch die neuen Quests sind durchweg fordernd. Das Problem ist nur: Obwohl es neue Quests gibt, hat man all dies schon gesehen. Da fragt man sich, was die Macher so lange an diesem Update geschraubt haben, dass sie es nicht früher fertigstellen konnten. Wer mit der Serie noch keinerlei Erfahrungen gesammelt haben sollte, der darf auf unsere Wertung getrost in den Wind schießen, doch wer den Vorgänger besitzt, der sollte sich den Kauf gleich vier Mal überlegen. Wenn nicht sogar noch öfter. Fakt ist, dass Unite schwer nach Geldmache riecht – und so etwas können wir nur mit Abzügen kommentieren.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 28. Juli 2009, 00:49 CEST

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