» eXp Home » Playstation 3 » Ninja Gaiden Sigma 2

eXtreme-players.de

Areasites

Area-Navigation

> eXp Suche

> eXp Blogs
eXp Blogs

Ninja Gaiden Sigma 2

eXp Review Fazit Kommentare (0)
eXp-Rating:8
Developer: Team Ninja
Publisher: THQ
Genre: Action-Adventure
Releasedate: 02.10.2009
Weitere Plattformen: keine

Ryu ist zurück

Leider erschien in Deutschland kein Ninja Gaiden 2 für die Xbox 360. Zu blutig war der Titel für unsere Lande, sodass man sich bei Entwickler und Publisher dachte, dass eine zensierte Version viel zu viel Aufwand wäre und dem Spiel nicht gut tun würde. Nun ist Ninja Gaiden Sigma 2 für die Playstation 3 erschienen. Und die erweiterte Fassung ist sogar ungeschnitten veröffentlicht worden.

Thumbnail

Das Spiel ist natürlich das Gleiche geblieben. Nur gibt es hier und da einige Verbesserungen und auch so manche Veränderung. Noch immer schlüpft der Spieler in die Haut von Ryu Hayabusa und noch immer wird der Spieler eine Mischung aus der modernen Welt, kombiniert mit der Zeit der Ninjas, vorfinden. Auch bei den Schauplätzen hat sich nicht allzu viel getan. Hier wenig Feinschliff, dort einige Kanten angepasst – das war es dann auch schon. Wirkliche Neuerungen dürfen erfahrene Spieler hier nicht erwarten. Außer, sie schalten einen der weiblichen Charaktere frei. Die sind nämlich neu in Ninja Gaiden Sigma 2. Die Damen haben eine leicht veränderte Startregion – am Ende kommen aber auch sie in die normale Geschichte, sodass sich diese dann wieder gleichen.

Und die ist, genau wie in Ninja Gaiden 2 noch immer ein bisschen lose präsentiert. Der Schwarzspinnen-Clan hat es erneut auf den Hayabusa-Clan abgesehen und schafft es sogar, Joe, dem Oberhaupt der Familie, ein mächtiges Artefakt zu entreißen. Zu dumm, dass damit alte Mächte gerufen werden können. So macht man sich auf die Reise, denn Ryu hat alle Hände voll zu tun. Wie gesagt: So ganz schlüssig ist die Geschichte nicht immer und oft versteht man erst später, worum es eigentlich gerade geht. Aber dem Spiel an sich schadet dies kaum.

Thumbnail

Das liegt daran, dass die vielzähligen Orte des Geschehens mit Gegnern vollgestopft sind, die es zu vernichten gilt. Bei diesen angekommen, wird schnell klar, warum und wieso Ninja Gaiden Sigma 2 es ungeschnitten nach Deutschland geschafft hat: Das Blut gehört der Vergangenheit an. Die Entwickler haben sich gegen die Gewalt, dafür aber für das Spiel entschieden. Trennt man jetzt Gliedmaßen ab, so spritzen keine Fontänen an roter Flüssigkeit mehr heraus. Lediglich ein blauer Schimmer umgibt die offenen Wunden und deutet an, dass Ryu zum finalen Schlag ansetzen kann. Die Finishing-Moves sind dabei natürlich immer noch recht heftig: Da werden Köpfe, Arme und Beine einfach mal abgetrennt, ohne, dass der Ninja mit der Wimper zuckt.

Dabei könnte das Kampfsystem kaum einfacher sein: Mit einer Taste werden schnelle Hiebe verteilt, mit der Anderen starke Schläge. Dabei darf man auch noch springen und Sterne werfen und das Ganze kombinieren. Blocken sollte man übrigens auch noch. So ist es ein Leichtes, gegen zahlreiche Gegner zu bestehen. Leicht ist Sigma 2 dabei aber noch lange nicht: Gerade die heftigen Kämpfe gegen die Endbosse werden Anfängern den Frust in die Finger treiben. Aber leicht war die Serie noch nie, sodass man von Anfang an weiß, worauf man sich da einlässt.

Thumbnail

Die Steuerung geht gut von der Hand. Sind die Kämpfe gegen die Übermacht auch noch so fordernd, die zahlreichen Bewegungen der Charaktere sind es nicht: Da wird mit Leichtigkeit an Wänden empor gesprungen, herumgelaufen und gekämpft. Schnell wie der Wind kann man sich durch die Gebiete bewegen. Sofern man dies denn möchte. Manches Mal läd die Kulisse nämlich einfach nur zum Verweilen ein. Auch auf der Playstation 3 ist der Titel optisch ansprechend. Von den Animationen über das Design wurde hier vieles richtig gemacht. Auch die Gestaltung der Charaktere, besonders die der Frauen (Per Bewegungs-Sensor darf man hier übrigens die Bürste wippen lassen), kann gefallen. Nur die platten Hintergründe wollen nicht so recht in das Geschehen passen.

Die Klangkulisse ist ebenfalls ziemlich gut ausgefallen. Die englischen Stimmen wissen dem Ohr zu gefallen, Untertitel klären auch Sprach-Unkundige auf. Die Geräusche während der Kämpfe klingen schön brutal. Wenn Ryu mit dem Stock zuschlägt, so wirkt das Ganze etwas dumpf, mit dem Schwert schön schneidig. Ja, der Sound ist wirklich gelungen, auch wenn auf Dauer das Gestöhn der Kämpfer ein wenig nervt.

Insgesamt ist Ninja Gaiden Sigma 2 eine sinnvolle Erweiterung des Spielprinzips mit einigen netten Neuerungen. Wer das Spiel allerdings schon auf der Xbox 360 gespielt hat, der benötigt die Neuauflage nicht wirklich. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass hier eine der besten Metzel-Orgien auf willige Spieler wartet. Und das Beste ist: Dieses Mal darf man auch mit Freunden um die Wette schlachten. Zusammen ist das Vernichten der Feinde noch eine Ecke spaßiger, wenn auch etwas unübersichtlich.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 17. Oktober 2009, 16:19 CEST

Back 1 | Kommentare (0) Fwd