» eXp Home » PC Games » Mini Ninjas

eXtreme-players.de

Areasites

Area-Navigation

> eXp Suche

> eXp Blogs
eXp Blogs

Mini Ninjas

eXp Review Fazit Kommentare (2)
eXp-Rating:8
Developer: I/O Interactive
Publisher: Square Enix Europe
Genre: Action
Releasedate: 09.10.2009
Weitere Plattformen: ps3 x360 ds wii

Uiuiuiui! Ninja, Ninja!

Mit Hitman sind sie bekannt geworden und mit Kane & Lynch haben sie unter Beweis gestellt, dass sie wunderbare Geschichten über Psychopathen erzählen können. Ja, IO Interactive hatte man sich ganz den erwachsenen Spielen verschrieben. Bis man Mini Ninjas ankündigte, welches mittlerweile auch erschienen ist.

Thumbnail

Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen der Schmiede ist Mini Ninjas nicht besonders blutig ausgefallen. Eigentlich gibt es sogar gar kein Blut. Und die Geschichte ist auch eher niedlich ausgefallen. Es geht um einen bösen Samurai, der ein ganzes Königreich unterjochen möchte. Dazu verwandelt er Tiere (Katzen, Hühner, Braun- und Pandabären, Wildschweine, Affen, etc.) in starke, wenn auch recht hirnlose, Zombie-Ninja-Samurais, die auf seinen Befehl gehorchen. Wo es das Böse gibt, da ist das Gute natürlich nicht weit. So sendete der brave Großmeister der freien Samurai zahlreiche Krieger aus, um dem bösen Buben mal ordentlich die Meinung zu geigen.

Blöd nur, dass keiner der gesendeten Gesandten zurückkehrte. Und so vertraut er das Schicksal der Welt Hiro und seinem etwas pummeligen Freund Futo an. Eigentlich wären die Beiden ja noch in der Ausbildung, doch außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Allerdings hat der kleine Hiro auch einen Vorteil. So ist er der erste Schüler seit etlichen Jahrzehnten, der über die geheimem Geheimkräfte, genannt Kuji-Energie, verfügen kann. Im Klartext: Er kann zaubern. So sucht man sich im Verlauf des Spiels seine Ninja-Kumpanen zusammen, zwischen denen man im Spiel beliebig hin und her wechseln darf.

Thumbnail

Die Reise führt von den Wäldern, durch Sümpfe, über Friedhöfe bis hin zu den verschneiten Gipfeln der lokalen Berge. Und am Ende kommt man sogar in einem wandelndem Haus vorbei. Unterwegs sammelt man allerlei Krempel ein. Von Blumen über Pilze und von Statuen bis hin zu neuen Zaubern ist so manch interessanter Gegenstand dabei. Aus den Blumen und Pilzen kann man sich dann, sofern man vorher das nötige Rezept gekauft hat, Heiltränke und andere nette Dinge herstellen. Die sind aber bis kurz vor Ende des Spiels kaum zu gebrauchen. Auch mit frischen Früchten und mit Beeren, die man jeweils durch das Schütteln eines Baumes oder eines Busches bekommt, erfüllen den Zweck als Lebensspender hervorragend.

Doch selbst da wird man sich nur selten bedienen müssen, denn Mini Ninjas ist ein überaus einfaches Spiel. Egal ob Katana-Kämpfer, deren Generäle, Bogenschützen oder Speerträger: Gerade zu Beginn wird man der Lage mit einigen Klicks Herr. Und auch wenn die Feinde dann mal stärker werden: Eine richtige Herausforderung stellen meist nur die Endgegner dar, wobei diese auch immer auf die gleiche Art zu besiegen sind: Den Boss irgendwohin locken, dann ganz oft und ganz schnell die arme Leertaste (Alternativ den Sprung-Button) quälen, einige Links-Rechts-Kombinationen mit der Maus und schon ist der Endboss ein Teil der Geschichte. Auch das restliche Kampfsystem ist überschaubar: Einfach so lange draufhauen, bis der Gegner am Boden liegt und sich in einer Staubwolke zurück in ein Tier verwandelt. Die Zauber kommen nur selten zum Einsatz und den anderen Charakteren neben Hiro geht es nicht anders: Der Wechsel wird nur ganz selten nötig, macht aber auch nie wirklich Sinn, zumal Hiro mit seine Speziallangriffen, bei denen er am Ende bis zu sechs Gegner gleichzeitig ausschalten kann, so oder so der Mächtigste der Mini Ninjas ist.

Thumbnail

Und das ist schade. Die Macher haben hier viel Potential verschenkt. Selten wechselt man den Charakter, doch auch an anderer Stelle lässt man viele Inhalte einfach liegen: Nach einer Weile sammelt man nur noch einen ganz bestimmten Energietyp ein, Pflanzen pflückt man nur noch jene, die man sofort sieht, Zauber lässt man meist außen vor und die niedlichen Tiere befreit man dann auch nicht mehr, weil es nervt, die Holzkäfige zu zerdeppern. Schade eigentlich, denn hier wäre mehr drin gewesen. All diese Elementen hätte man viel elementarer nutzen können – hat man aber nicht.

Dafür entschädigt dann aber die zuckersüße Bonbon-Optik, denn Mini Ninjas kommt mit einer Comicgrafik daher. Wie für das kindliche Setting gemacht wirken die Landschaften und Charaktere. Und auch die Effekte kommen flauschig daher und selbst die Animationen haben ihren Charm. Nur die Übergänge zwischen den Objekten sind etwas lieblos ausgefallen und insgesamt wirken viele Stellen sehr detailarm. Beim Sound ist es schade, dass Hiro und seine Kollegen keine Stimmen spendiert bekommen haben, denn die des Erzählers ist wirklich gelungen. Auch die Kampfgeräusche sind kindlich schön („Uiuiuiuiui! Ninja! Ninja!“), könnten aber Zimmernachbarn (oder die Frau im Hause) etwas nerven. Die Musik ist leider nur selten abwechslungsreich, dafür aber ganz in Ordnung.

Mini Ninjas ist ein richtig nettes Spiel. Es ist nicht schwer, es ist etwas kurz und bietet bei den Charakteren nur wenig Tiefgang. Doch dafür hat es eine schöne Optik, viel Charme und ein wirklich tolles Szenario. Und im Abspann wird sogar ein Nachfolger angedeutet. Ob der dann kommt, das müsst ihr mit eurem Kauf oder Nichtkauf entscheiden.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 14. Oktober 2009, 20:00 CEST

Back 1 | Kommentare (2) Fwd