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FlatOut

eXp Review Fazit Kommentare (5)
eXp-Rating:8
Developer: Bugbear Entertainment
Publisher: Empire Interactive
Genre: Racing
Releasedate: 03.11.2004
Weitere Plattformen: xbox ps2

Die Physik, die das Auto bewegte

ThumbnailFahrer werden auch aus dem Wagen geschleudert.

Ist die Physik wirklich so gut in Flat Out? Wenn ja, ist sie denn das einzig Gute an Flat Out und wie stehts mit anderen Rally Spielen wie Xpand Rally oder Collin McRae Rally 2005? Kann man die nun endgültig vergessen? Brauche ich Flat Out oder Need for Speed Underground 2 wenn ich tunen will? Und überhaupt, wie siehts mit der Technik aus und hat das Spiel irgendwelche Schwächen, wie siehts aus wenn ich nur im Multiplayermodus rocken möchte, wie wenn ich ein Singleplayer bin? All diese Fragen wird eXp hier im Review versuchen zu beantworten.


Situationsbedingt...
Die Straßensperre kommt immer näher und schaut man nach hinten, dann sieht man das ganze Feld richtig schnell näher kommen - einige mit qualmenden Motoren, andere mit zerbrochenen Scheiben. Dann steigt man richtig in die Eisen, die Reifen hinterlassen schwarzes Gummi auf dem Asphalt, das Heck bricht gewollt ein wenig aus und streift damit ein wenig die erwähnte Sperre. Dadurch läd sich der Turbo auf und schon geht es mit voller Dröhnung geradeaus während man beim Blick nach hinten die Verfolger ebenfalls um die Ecke schliddern sieht, während einer nicht rechtzeitig vom Gas gegangen ist, was der Fahrer mit einem Ausflug aus der Scheibe bezahlt und so im Geäst des Baumes hängen bleibt.

ThumbnailWagen werden ziemlich oft total geschrottet.

Solche Szenen sind in anderen Rennspielen entweder die absolute Seltenheit oder erst gar nicht vorhanden. Eigentlich schade, denn Flat Out zeigt perfekt wie man Action im Rennen am laufenden Band zelebriert. Immer wieder kommt es zu spektakulären Unfällen, immer wieder zeigt die Physik was sie drauf hat. Dank einem wirklich bombastischen Schadensmodell und der erwähnten Physik kann man seinen Wagen nach den meisten Rennen im örtlichen Schrottplatz abliefern. Doch die Physik dient nicht nur dazu, den Wagen korrekt zu simulieren, auch die Umgebung ist mit eingebunden. Ein Zaun, ein Fass, ein Bagger oder ein Baugerüst stellen nur bedingt Hindernisse dar. Der Zaun gibt der Motorhaube nach, welche von diesem ein wenig eingedrückt wird während das Fass auch schon mal einige Meter durch die Luft fliegt und dem Verfolger die Windschutzscheibe zerfetzt, während der Bagger eher schwer von der Stelle zu bewegen ist und das Baugerüst, wenn es zusammenstürzt, weil man eine Stütze über den Haufen gefahren hat, blockiert schon mal eine ganze Straßenseite.
Mit dem Bagger kam es übrigens auch zu einer sehr spektakulären Szene während dem Test. Da drängte einen der ärgste Konkurrent doch geradewegs ein wenig von der Strecke, um dem Bagger auszuweichen indem man auf die Straße zurückfährt war es zu spät und der Konkurrent war ja auch noch neben einem und blockierte somit den Rückweg auf die Straße. Also musste man wohl oder übel über Stock und Stein am Bagger vorbei, dabei wurde aber die Schaufel des Baggers von der Motorhaube in Bewegung gesetzt. Bei der Wucht des Aufschlags drehte sich die Schaufel und der Bagger so schnell, dass die Schaufel den Konkurrenten auf der Straße frontal erwischte und dieser neben einer zerbeulten Front auch noch einen Freiflug in die Wildnis spendiert bekam.


...und die Umgebung zählt auch
Je nach dem in welchem Gebiet man gerade fährt muss man die Physik während den Rennen immer beachten, denn wer dies nicht macht, der wird schnell merken, dass sein Kühler kein langes Leben haben wird. Auf Eispisten muss man echt vorsichtig sein, denn sonst schliddert man eben mal ein paar Meter zu weit und landet irgendwo im Nirvana. In der Stadt hingegen muss man aufpassen, dass man nicht gegen die nächste Laterne oder ein geparktes Auto kracht – wer es dennoch tut, der muss mit einem brennendem Motor rechnen. Im Wald hingegen sollte man Baumstämme um jeden Preis meiden und das Baugerüst auf den Baustellenstrecken stellt wie schon erwähnt eine perfekte Straßensperre dar. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Settings und in selbigen ziemlich viele Strecken, welche mit satten 16 Autos durchquert werden können. Dabei fordert nicht nur die Physik in den einzelnen Settings dem Spieler einiges an Anpassungsvermögen ab, auch der Streckenablauf kann ganz unterschiedlich sein. So kann es passieren, dass man schon mal in der Stadt Gas geben kann und in der nächsten Minute muss man sofort wieder haarscharf bremsen, weil die Strecke urplötzlich kurvig bis zum umfallen wird – die eingeblendete Minikarte hilft zum Glück.

ThumbnailReifenstapel bremsen den Crash nur schlecht.

Der kurz angedeutete brennende Motor ist übrigens bei weitem nicht so schlimm wie in Wirklichkeit. Auch wenn die Karre mal total hinüber ist, die Räder nur noch wackeln und die Karosserie irgendwie befremdlich verbeult wirkt fährt sie noch immer. Vielleicht um ein ganzes Stück langsamer und auch irgendwie schwerer zu steuern, aber sie fährt noch. Allgemein legt Flat Out keinen Anspruch darauf, als realistisch zu gelten, was schon die Unfälle zeigen, da diese ab und an auch wieder etwas übertrieben wirken, allerdings immer wieder die Augen entzücken. Die Steuerung in Flat Out ist recht einfach zu beschreiben, leicht zu erlernen, schwierig zu meistern. Klar, man kommt Anfangs locker durch die Straßen, doch bis man geschickt durch den Spalt, der zwischen zwei LKWs ist, ohne anzuecken, da vergeht schon mal einige Zeit – genau wie auf den Waldstrecken, denn diese sind teilweise ziemlich schwer.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 13. November 2004, 13:33 CET

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