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Uncharted 2: Among Thieves

eXp Review Fazit Kommentare (7)
eXp-Rating:9
Developer: Naughty Dog
Publisher: Sony Computer Entertainment
Genre: 3rd Person Shooter
Releasedate: 16.10.2009
Weitere Plattformen: keine

Nahezu perfekt?

Mit Uncharted: Drakes Schicksal lieferte das erfahrene Entwicklerstudio Naughty Dog ein beachtliches Erstlingswerk für die Playstation 3 ab. Binnen von zehn Wochen konnte man über eine Millionen Einheiten absetzen. Kein Wunder also, dass mit Uncharted 2: Among Thieves der zweite Teil zum Einkauf lockt.

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Und schon jetzt steht fest: Among Thieves bietet einen der besten Spielanfänge aller Zeiten. Der Spieler findet sich selbst, natürlich in der Haut von Drake, kurz vor dem Tode wieder. Der Zug ist entgleist, mitten im Schneesturm. An und für sich nichts allzu ungewöhnliches, doch hängt eben dieser Zug zur Hälfte eine Klippe herab. Die erste Aufgabe ist es also, irgendwie wieder nach oben zu gelangen, um festen Boden unter den Füßen zu fassen. Das Ganze ist dermaßen spektakulär in Szene gesetzt, dass die Kinnladen mehrfach zum Herabklappen einladen. Immer wieder wackelt der ganze Bildschirm, Zugteile krachen herab, der Wind pfeift und die Rettung ist ach so nah und doch so fern. Es rutscht immer wieder ein Stück nach, die Zeit rinnt davon – auch wenn es nur ein Tutorial ist, in dem eigentlich nicht viel passieren kann, fließt das Adrenalin.

Ja, der Einstieg ist bombastisch. So bombastisch, dass man sich in den kommenden zehn Stunden fragt, warum nicht auch der Rest des Spiels so ausgefallen ist. Nur zwei bis drei weitere Male sieht man sich in ähnlich spektakulär inszenierten Situationen gefordert. Den Rest der Spielzeit verbringt man mit altbekannter Spielmechanik. Die ist zwar ebenfalls vom Feinsten, jedoch kann sie nicht ganz mit diesen wenigen epischen Momenten mithalten. Dafür gibt es aber regelmäßig Abwechslung: Viel Zeit verbringt man in zahlreichen Flashbacks, was bedeutet, dass sich auch hier immer wieder interessant Aspekte offenbaren. Um ein wenig mehr zur Abwechslung zu sagen: Es gilt unter Anderem ein Museum auszurauben, einen fahrenden Zug zu kapern, in unterirdischen Tempelanlagen wilde Lichträtsel zu lösen und in zerstörten Städten böse Buben auszuschalten.

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Dabei bietet Among Thieves auch spielerisch unterschiedliche Seiten. Mal fühlt man sich wie in Tomb Raider, dann wieder wie in einem handelsüblichen Third-Person-Shooter, nur um darauf als Sam Fisher zu agieren. Am Vorgänger wurde oft kritisiert, dass man sich immer und immer wieder eine nie enden wollenden Gegnermasse gegenüber sah. Die Mitarbeiter von Naughty Dog nahmen sich der Kritik an. Nur selten muss man noch unzählige Schurken über den Haufen schießen. Und nur einmal waren wir dadurch richtig genervt. Löblich.

So abwechslungsreich und gekonnt das Gameplay auch daherkommt, so gibt es doch Kritik die wir anbringen möchten. Ja, es gehört zum Spielprinzip dazu, dass der Spieler viel umher klettert und jeden erdenklichen Weg zum Ziel einschlägt. Aber gerne wirken diesen spannenden Abschnitte (Wer wollte nicht schon immer mal an einem Werbeschild in luftiger Höhe hängen und gleichzeitig unter Beschuss stehen?) auch mal gekünstelt.

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Natürlich kann sich Drake an Straßenschildern entlanghangeln. Ja, es bricht ein jedes Mal ab, wenn man vom Schild springt. Die Wege, so seltsam und eigenwillig sie auch auf den ersten Blick wirken, sind am Ende doch von den Entwicklern vorgegeben, was sich negativ auf des Spielers Gemüt auswirkt, sobald dieser merkt, was Sache ist. Freie Entscheidung ist hier nicht gewünscht – der Levelschlauch ist eng gehalten, auch wenn man vorher mit großen Worten eine offenere Spielwelt anpries. Schade. Ein wenig zumindest.

In Sachen künstlicher Intelligenz hat sich auch einiges getan. Die Gegner geben sich nicht mehr ganz so oft die Blöße, agieren also noch eine Ecke besser, als im Vorgänger. Noch immer versuchen die netten Herren mit ihren Feuerwaffen den Spieler einzukreisen und noch immer wird ordentlich Deckung gesucht. Und wie gesagt: Das tun die Burschen jetzt öfter als zuvor, was den Titel nicht unbedingt leichter macht. Zumindest zu Beginn, wo man noch mit leichten Waffen unterwegs ist.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 12. Oktober 2009, 13:37 CEST

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