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Pyroblazer

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eXp-Rating:4
Developer: Eipix
Publisher: City Interactive
Genre: Arcade-Racing
Releasedate: 10.07.2009
Weitere Plattformen: keine

Ein Klon aus Serbien

Es ist eine Tatsache, dass sich die WipeOut-Reihe großer Beliebtheit erfreut. Da ist es kein Wunder, wenn auch andere Entwickler versuchen, ähnliche Titel auf die Beine stellen. Aus Serbien kommt diesen Monat Pyroblazer daher, welches eben genau dies probiert. Seit geraumer Zeit ist der Titel schon via Steam zu haben, jetzt folgt auch eine Fassung für die Händlerregale.

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Das futuristische Rennspiel bringt sogar eine handfeste Story mit: Es geht um mächtige Artefakte und würdige Empfänger der Selbigen. Um sich als würdig zu erweisen, muss man die Rennen in den verschiedenen Arenen gewinnen. Klingt komisch, ist aber so. Wie gesagt: Es gibt zwar eine Story und sie hat mehr oder weniger auch Hand und Fuß, wird allerdings nur in Textform präsentiert und verliert somit schnell an Bedeutung, da der Spieler dazu neigt, ewig lange Texte einfach zu überspringen. So gelangt man schließlich zu den Turnieren, an denen es teilzunehmen gilt. Jedes Turnier besteht aus mehreren Rennen, welche man allesamt mit einem vorher gewählten Vehikel bestreiten darf.

Dabei gibt es zahlreiche Strecken zu begutachten. Halt. Das war eine Lüge. So viele Strecken gibt es dann leider doch nicht. In stark begrenzten Röhren fliegt man durch verschiedene Settings, welche untereinander schon recht verschieden sind, doch lassen es die Streckenbegrenzungen oft an Abwechslung mangeln. Als Beispiel diene hier eine Variante, welche an das alte Ägypten angelehnt ist. Zwar gibt es die Strecke in mehreren Ausführungen, doch ist es am Ende immer der gleiche Ort den man besucht. Die Tatsache, dass alle Rennen, wie bereits beschrieben, in Röhren stattfinden (Selbst wenn es Stellen gibt, an denen man rein theoretisch keine Röhre sieht, bleibt man an unsichtbaren Wänden hängen), sorgt dann dafür, dass Langweile aufkommen kann.

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Dies war wohl auch den Entwicklern bewusst, weshalb man möglichst viele unterschiedliche Vehikel integriert hat. Doch geholfen hat das so gut wie gar nicht, denn wirklich unterschiedlich fliegen sich die Teile nicht. Manche sind schneller, Andere haben mehr Feuerkraft. Trotzdem bleibt man mit allen Vehikeln an den Wänden hängen. Dennoch gewinnt man gegen die künstliche Intelligenz mit Leichtigkeit, da selbige das Benzin scheinbar mit einem Kanister, statt an einer Zapfsäule, getankt hat.

Doch nicht nur mit verschiedenen fliegbaren Untersätzen haben die Entwickler versucht, ein wenig Abwechslung in das Geschehen zu bringen. Wie in vergleichbaren Spielen üblich, gibt es auch bei Pyroblazer diverse Items, welche auf der Strecke verteilt liegen. Da kann man bessere Waffen einsammeln oder aber einen starken Schutz vor feindlichen Waffen erlangen. Genauso gut kann man aber auch unsichtbar werden. Nebenher sammelt man Münzen ein, die auf Dauer einen der genannten Boni hervorrufen. Das Problem ist nur, dass all die tollen Dinge, die man so einsammeln kann, zu großen Teilen absolut nutzlos sind. Zudem hat man die Sachen viel zu schnell allesamt gesehen. Auch hier mangelt es einfach an Abwechslung.

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So wie beim restlichen Spiel sieht es leider auch bei der Technik aus: Es fehlt einfach zu viel, als dass der Titel auf Dauer überzeugen könnte. Die Optik hat mit Sicherheit hin und wieder auch mal ihre Glanzmomente, doch zu großen Teilen wird dem Betrachter ein langweiliger Einheitsbrei serviert, der mit faden Texturen kaum überzeugen kann. Mancher Effekt ist noch sehenswert, doch um wirklich zu unterhalten, fehlt es einfach an Details. Ähnlich verhält es sich beim Sound. Mag die Musik gerade zu Beginn noch recht amüsant sein, so stellt sich auf lange Sicht gesehen ein ödes Gefühl im Magen und im Höhrgang ein. Die trashigen Technobeats wollen einfach nicht wirklich gefallen. Die Effekte sind zudem recht schwach auf der Brust.

Die Idee hinter Pyroblazer mag ja ganz lustig und interessant sein, doch die Umsetzung ist es leider nicht. Der Titel krankt an einer zu eng gefassten Streckenbegrenzung, sowie an technischen Unzulänglichkeiten. Des Weiteren ist schon nach wenigen Stunden die Luft raus, der mangelnden Abwechslung sei Dank. Wer auf schnelle Rennspiele mit futuristischem Setting abfährt, der ist nach wie vor bei WipeOut wesentlich besser aufgehoben.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 03. Juli 2009, 15:09 CEST

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