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Anno 1404

eXp Review Fazit Kommentare (22)
eXp-Rating:8
Developer: Related Designs
Publisher: Ubisoft
Genre: Aufbaustrategie
Releasedate: 25.06.2009
Weitere Plattformen: keine

Der Orient in seiner ganzen Pracht

Vor gar nicht allzu langer Zeit, da schiffte schon die Vorschauversion zu Anno 1404 in unserer Redaktion ein. Bereits im frühen Stadium konnte der Titel uns für lange Zeit vor die Bildschirme fesseln. Jetzt ist auch die finale Fassung eingetroffen. Doch konnte sie halten, was uns alles versprochen wurde? Die Antwort liegt, wie es die Wertung bereits vermuten lässt, klar auf der Hand.

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Mit Anno 1404 hat Publisher Ubisoft einen neuen Weg eingeschlagen. Vorerst vergessen ist der Mehrspielermodus aus dem Vorgänger, doch kehrt dafür die oft vermisste Komplexität wieder zurück. Das Spiel kommt mit einer recht umfangreichen Kampagne daher, doch darf man diese getrost als Trockenübung bezeichnen. Sie fühlt sich insgesamt ein wenig an, wie ein überdimensioniertes Tutorial. Mission für Mission werden weitere Elemente des Spiels anschaulich erklärt und man macht sich voller Freude daran, erste Erfahrungen im Städtebau und Handeltreiben zu sammeln. Natürlich kommt man auch erstmals mit dem Orient in Kontakt und wird so auch an die neue Spielmechanik herangeführt. Insgesamt ist die Kampagne eine nette Dreingabe, die jedoch in keiner Weise das wiederspiegelt, was der Titel am Ende eigentlich ist.

Und was ist Anno 1404 eigentlich? Ganz einfach: Ein hoch komplexes Spiel, welches auf einen Endlosmodus ausgelegt ist. Und den bringt der Titel auch mit sich. Und zwar in geballter Form mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten. An Hand von Zufallszahlen generiert das Spiel eine Welt, ganz nach den Wünschen des Spielers: Von der Inselgröße bis hin zum Startkapital, über die Anzahl und Stärke der Computergegner und die Anzahl der vorhandenen Roffstoffquellen. Viele Details ermöglichen es dem Spieler, die Welt ganz nach seinen Wünschen und Fähigkeiten anzupassen. Wer keine Pest oder Feuersbrünste haben will, der darf sie allesamt deaktivieren und munter all die vielen Inseln bevölkern.

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Erfahrene Spieler werden natürlich mit mehreren Gegenspielern starten und auch alle Optionen sonst alle Optionen offen halten. Und das muntere Besiedeln kann beginnen. Man startet entweder mit einem Schiff oder aber gleich mit einem Kontor und beginnt, eine Insel zu bebauen – ganz wie aus den Vorgängern bekannt. Da errichtet man einen Marktplatz, einige Markthäuser, sowie Betriebe (Holzfäller, Fischer, Köhlerhütten etc.) und macht sich dran, Wohnraum für zukünftige Einwohner zu schaffen. Beginnt man noch mit Bauern, so sind es später auch Bürger oder Patrizier. Bis man die höchste Stufe erreicht hat, kann eine halbe Ewigkeit vergehen, denn mit jedem Stufenanstieg werden die Ansprüche der Menschen höher. Genügt es zu Beginn noch Fisch und Most auf den Tisch zu stellen, so fordern die lieben Leute später plötzlich exotische Gewürze oder Kleidung aus Seide und natürlich Unterhaltung und auch eine Kathedrale in der Nähe.

All diese Dinge sind natürlich schwerer zu beschaffen, als man meinen möchte. Nicht auf jeder Insel kann man alle Rohstoffe an- und abbauen. So muss man gleich mehrere Inseln unter die eigene Kontrolle bringen und die Waren hin und her verschiffen, um jeden Einwohner zufrieden zu stellen. An dieser Stelle kommt dann auch der Orient ins Spiel, der eine tragende Rolle in Anno 1404 bekommen hat. Dieses Mal gibt es zwei verschiedene Arten von Inseln. Beginnen tut man freilich im Norden der Karte, wo saftige Wiesen sich erstrecken.

Doch auf saftigen Wiesen gedeihen keine Datteln und auch keine exotischen Gewürze. Um an diese Rohstoffe zu gelangen, muss man sich mit dem Sultan gut stellen – freilich erst nachdem man ihn überhaupt gefunden hat. Überbringt man ihm Geschenke (Die übrigens mit Ruhm eingekauft werden können und nicht mit Gold. Ruhm erlangt man durch gute Handelsbeziehungen oder aber durch das Erfüllen von Aufträgen.), so ist er einem wohlgesonnen und steuert daraufhin auch die Heimathäfen an. Wer seine Beziehungen zum Orient noch weiter verbessert, der bekommt schon bald Zugriff auf die Bautechniken der Südinselbewohner. Dann kann man beginnen, selbst all die Dinge an- und abzubauen, die von den eigenen Einwohnern gefordert werden.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 25. Juni 2009, 13:46 CEST

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