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Majesty 2 – The Fantasy Kingdom Sim

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eXp-Rating:7
Developer: 1C:Ino-Co
Publisher: Paradox Entertainment
Genre: Echtzeitstrategie
Releasedate: 25.09.2009
Weitere Plattformen: keine

Euer Hoheit?

Vor einigen Jahren konnte sich ein Strategiespiel aus der Masse der Titel hervorheben. Es hörte auf den Namen Majesty und es wurde mehr passiv, als aktiv gesteuert. Klingt komisch, ist aber so. Auf dem Markt konnte sich das Produkt kaum durchsetzen, doch bildete sich eine treue Fangemeinde. Eine Gemeinde, die sich jetzt über einen offiziellen Nachfolger freuen darf.

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Die Geschichte ist so alt wie das Fantasy-Genre an sich. Ein König sah sich von zahlreichen Seiten her bedroht, weshalb er dunkle Mächte anrief, um das Reich zu verteidigen und zu einen. Doch wie das mit dunklen Mächten immer so ist, stellten sie sich gegen den Herrscher und übernahmen die Kontrolle. Zahlreiche Helden versuchten, das Königreich von der bösen Kraft zu befreien, doch scheiterten sie alle. Jetzt aber wurde ein Nachfahre des adeligen Geschlechts gefunden und eben dieser eine Nachfahre ist die Hoffnung der Menschen. Müssen wir euch verraten, wer in die Rolle des Befreiers schlüpfen muss?

Das Spielprinzip von Majesty 2 – The Fantasy Kingdom Sim ähnelt natürlich dem Vorgänger. Mehr passives Kontrollieren ist angesagt. Wer das nicht versteht, dem sei es kurz erklärt: In anderen Spielen des Genres baut man seine Basis auf, produziert Einheiten ohne Ende und überrennt den Gegner. Hier ist das ein wenig anders. Natürlich baut man das Schloss eines Königs weiter aus. Man errichtet Produktionsstätten für Einheiten und Wachtürme. Häuser für Bewohner, die kräftig Steuern zahlen, errichten sich dagegen selbst. Und jetzt kommen wir zu den Unterschieden: In Majesty 2 darf man nur eine sehr kleine Anzahl an Helden rekrutieren. Dafür können diese über den Verlauf einer Mission immer stärker werden, sprich im Level aufsteigen. Doch aktiv darf man sie nicht durch die Welt schicken. Man kann auf der Karte verschiedene Punkte setzen. Flaggen. Erkundungsfalggen, damit Späher sich der Sache annehmen. Oder Kriegsflaggen, weil man möchte, dass die eigenen Truppen an dieser Stelle in die Schlacht ziehen.

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Soweit, so gut. Doch machen werden das die Recken nicht. Nicht ohne Bezahlung. Also setzt man auf die Flaggen Preisgelder aus. Kommen die Truppen am Ort des Geschehens an, wird der dortige Kontostand immer weiter aufgebraucht, sodass man, wenn es langwierige Aufgaben sind, stets für Nachschub an Geldern sorgen muss. Geld regiert in Majesty 2 tatsächlich die Welt. Auch wenn man erforschte Zauber sprechen will um dann aktiv in das Geschehen einzugreifen, muss man ordentlich blechen. Es ist also wichtig, immer eine volle Staatskasse zu haben. Ohne ist man schnell aufgeschmissen, da überall Rattenmenschen, Wölfe und Untote die eigene Festung angreifen. Und der Feind will ja auch noch bezwungen werden. Um möglichst viel Geld zu bekommen, bedarf es natürlich auch zahlreicher Handelsposten – aber die wollen ja auch noch verteidigt werden.

Am Ende einer jeden Mission darf man einen Helden zum Lord befördern, um ihn in spätere Missionen wieder zu verwenden. Das ist auch dringend nötig, denn diese konstant stärker werdenden Einheiten können über Sieg oder Niederlage entscheiden. Doch nicht nur die Helden lassen sich verbessern. Genretypisch ist es auch möglich und notwendig Gebäude zu verbessern – sonst drohen mächtige Zauber der Feinde schon in der Startphase die eigenen Herrschaftspläne im Keim zu ersticken.

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Technisch präsentiert sich Majesty 2 eher zweckmäßig. Das Strategie-Genre ist schon wesentlich weiter, als das, was hier gezeigt wird. Die Grafik ist klobig, es mangelt an Details und die Effekte sind eher mau ausgefallen. Nein, schön ist das Spiel wirklich nicht. Bei der Klangkulisse kommt während dem Kampf eine gewisse Hektik auf, ansonsten hält sich die Musik im Hintergrund. Die Sprüche der Einheiten nerven allerdings nach einer Weile. Immerhin: Der Erzähler ist wirklich passend getroffen.

Und für wen eignet sich Majesty 2 – The Fantasy Kingdom Sim jetzt? Das ist schwer zu sagen. Es macht Spaß. Trotz eines unausgewogenen Schwierigkeitsgrads. Auf Dauer fehlt es allerdings ein wenig an Abwechslung. Das Spielprinzip ist trotzdem interessant, sodass wir erfahrenen und leidenschaftlichen Strategen einen Blick empfehlen. Wer aber mit Strategie nichts am Hut hat, der wird auch hier nicht glücklich werden. Fans des Vorgängers dürfen sowieso zugreifen.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 30. September 2009, 09:57 CEST

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