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Brütal Legend

eXp Review Fazit Kommentare (5)
eXp-Rating:8
Developer: Double Fine Productions
Publisher: Electronic Arts
Genre: Action-Adventure
Releasedate: 16.10.2009
Weitere Plattformen: x360

Helga!

Tim Schafer wollte sich mit Brütal Legend an den vereinigten Staaten rächen. Bei seiner Einwanderung gestattete man ihm seinen Umlaut im Namen nicht. Jetzt hat er ihn sich, wenn auch mit einem anderen Buchstaben, wiedergeholt. Doch genügt es, einen Umlaut in einem Spiel zu platzieren, um selbiges brauchbar zu gestalten?

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Wie man es von Schafer-Spielen gewohnt ist, bietet auch Brütal Legend eine überaus absurde Story. Eddie ist ein Roadie. Er gehört einer Generation an, die scheinbar in den letzten Zügen liegt. Dem Heavy Metal verschrieben, baut er dieser Tage die Bühnen für junge Künstler zusammen. Jene Künstler, die seine Gitarren regelmäßig zu Brei zerschlagen. Doch er repariert sie. Schließlich ist er der Roadie. Keiner der Fans hatte ihn gesehen, doch rettet er so manchem übergeschnappten Musiker so manches mal auf der Bühne das Leben. Trotzdem: Er ist altmodisch, hat in der jungen Welt des „Metal“ scheinbar nichts mehr verloren. Er solle modern werden, das sagt man ihm.

Und dann geschieht es. Ein weiteres Mal muss Eddie dem Sänger einer Band das Leben retten. Doch diesmal geht etwas schief. Ein Teil der Bühne stürzt ein – und Eddie wird begraben. Doch sein Blut wird nicht umsonst vergossen. Es gelangt auf seinen Gürtel und selbiger wird lebendig, nimmt Eddie mit in eine andere Dimension. Und dort wartet echter Heavy Metal auf unseren Helden. Und Bier. Und Frauen. Und Metal. Haben wir Metal schon erwähnt?

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Angekommen in der fremden Welt, wollen dem Spieler sogleich einige Mönche ans Leder, doch findet man zum Glück eine starke Axt und schon bald darauf muss man feststellen, dass die eigene Gitarre mit ihren harten Klängen bei den Gegnern ebenfalls Schaden anrichten kann. Und was für Schaden! Brütal Legend trägt seinen Namen zu Recht, denn hier spritzt massig Blut und Körperteile wirbeln umher – wie das Spiel unbeschadet durch die USK gekommen ist, das wissen wir nicht so genau. Vielleicht liegt es daran, dass der Titel sich als Parodie ausgibt. Klar ist nur: Für Kinder ist Brütal Legend nicht gedacht. Wobei die so oder so nur wenig Spaß an den erwachsenen Witzen und den zahlreichen Anspielungen auf die Welt der düsteren Musik hätten.

Schnell wird dem Spieler klar, dass die Dimension, in der er da gelandet ist, ihm nichts schenken wird. Schon bald schließt er sich dem Widerstand an, der dem bösen Imperator gegenübertreten möchte. Dem Spieler bietet sich hier ein skurriles Bild: Der Widerstand besteht, sobald er denn befreit ist, aus Trunkenbolden und unkultivierten Damen, die kein Blatt vor den Mund nehmen, während „die Bösen“ aus den gleichen Truppen bestehen – nur sind sie eine Ecke kultivierter, tragen edlere Kleidung, sind sozusagen dem White Metal verschrieben.

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Doch die Götter des Metal sind mit Eddie. Sie mögen seine Musik. Mit ihr kann er alte Artefakte wieder aufbauen, die Welt mit Leben füllen. Denn es ist eine Dimension der schweren Musik. Und so verwundert es kaum, dass an jeder Stelle der Welt typische Symbole der Szene zu sehen sind. Es verwundert nicht, dass alle Charaktere bestimmten Klischees entsprechen. Und nein, es verwundert auch nicht, dass überall Wortwitze versteckt sind, die eben an jeder Ecke und Kante ein „Metal“ in sich tragen.

So hackt und schlachtet man sich seinen Weg durch die Geschichte des Spiels, befreit immer wieder einige Anhänger, die trver kaum sein könnten. Verspricht ihnen Bier und Frauen (Oder Männer. Man befreit schließlich auch Frauen) und entscheidet am Ende über das Schicksal der unbekannten Dimension. Eine Frau darf auf bei einer solchen Geschichte natürlich auch nicht fehlen und ein heroischer Anführer, sowie ein Hüter des Metals sind auch mit dabei. Letzterer wird übrigens von Ozzy Osbourne verkörpert, der hier wie ein alternder Hippie wirkt, der sich gerne mal den ein oder anderen Joint zu Gemüt führt. Quasi wie im echten Leben, nur wesentlich lustiger.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 11. November 2009, 13:37 CET

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