Auf in neue Welten!
Viele Jahre war es still um den gefeierten Meisterregisseur James Cameron. Nach einer langen Wartezeit meldet er sich mit einem fulminanten Blockbuster zurück, der nun endlich in die Lichtspielhäuser gelangt ist. Die Rede ist natürlich von dem Streifen Avatar, der bereits am Startwochenende Beträge in Millionenhöhe weltweit in die Kassen gespült hat, sodass man schon jetzt von einem Erfolg sprechen kann. Wer mit einem großen Projekt viel Geld verdienen möchte, braucht allerdings nicht nur den Film selbst, sondern auch noch andere Produkte, die sich die Fans kaufen können. So wurde auch dem neuen Film ein passendes Videospiel spendiert, das bereits einige Wochen vor dem offiziellen Filmstart auf den Markt gebracht wurde. Doch handelt es sich bei James Cameron's Avatar - Das Spiel einmal mehr um eine simple Videospielumsetzung eines beliebten Streifens?

Die Na'vi im Kampf.
Die Story findet auf einem fernen Planeten mit dem Namen Pandora statt. Die Menschen benötigen dringend neue Rohstoffe und beuten daher den faszinierenden Planeten aus. Dort leben aber nicht nur unwirkliche Tiere und Pflanzen, sondern auch die so genannten Na'vi (große blaue Lebewesen), die das Vorhaben der Menschen gar nicht gutheißen können und sich daher mit aller Macht dagegen wehren. Um die Na'vi zu infiltrieren, wurden Hybriden entwickelt – die Avatare. Ein Avatar ist eine Mischung aus beiden Rassen. Spezielle Soldaten verfrachten ihren Geist in einen Avatar und können so die Vorteile des Körpers nutzen. Dies ist auch nötig, da die Menschen zum Beispiel nicht an der Oberfläche von Pandora atmen können.
Wer das Spiel ersteht und den Film noch nicht gesehen hat, braucht keineswegs Angst vor Spoilern zu haben, denn der Titel handelt einige Jahre vor der Verfilmung. Dabei schlüpft man in die Rolle des Soldaten Ryder und absolviert seine ganz eigene Geschichte. Die Figur kann jedoch auch weiblich sein – dies hängt von der Wahl des Spielcharakters ab, die man zu Beginn treffen kann. Hin und wieder trifft man übrigens auch auf einige Nebenfiguren, die ebenfalls im Filmstreifen vorkommen. Bevor der Spieler jedoch die neue Welt erkunden kann, muss der Titel zumindest auf der Playstation 3 installiert werden (Auf dem PC natürlich auch, die Xbox 360-Fassung kommt ohne Installation aus), was wieder einmal kostbaren Speicherplatz raubt. Nach einem kleinen Intro und einer recht lieblosen Einführung der Steuerungselemente, beginnen auch schon die ersten Missionen, wodurch man schnell einen Eindruck vom Gameplay gewinnen kann.

Auch Fahrzeuge werden geboten.
Schnell wird man jedoch von der wunderschönen Welt abgelenkt, denn Pandora wurde einfach grandios gestaltet. Eine unglaubliche Pflanzenwelt wird geboten, sodass sich der Spieler immer mal wieder dabei erwischt, das bezaubernde Gewächs zu beobachten. Die Vegetation weiß aber nicht nur allein zu begeistern, denn überall warten unwirkliche Umgebungen auf den Spieler. Glücklicherweise wird die Spielwelt mit einer hübschen Grafik aufgewertet. Solide Texturen und nette Schatteneffekte werden unter anderem geboten. Einzig die Animationen stechen negativ heraus, denn sie wirken viel zu häufig einfach unfertig. In Bezug auf die Umgebungen muss ebenso erwähnt werden, dass die Wege zwar einige Entscheidungsmöglichkeiten offen lassen, aber die Routen letztlich doch sehr linear ausgefallen sind. Übrigens bietet James Cameron's Avatar - Das Spiel eine 3D-Funktion. Diese kann jedoch nur mit entsprechenden Fernsehgeräten genutzt werden. Passende Brillen befinden sich nicht im Lieferumfang. Die PC-Version von Avatar - Das Spiel sieht übrigens eine Ecke besser aus, als die Konsolenfassungen. Allerdings wird auch ein potenter Rechner vorausgesetzt, denn die Engine, die auch Far Cry 2 ihre Schönheit schenkte, wurde hier leider nicht ganz so gut optimiert.
Autor: Daniel Dyba
Erstellt am: 22. Dezember 2009, 14:30 CET