"Frisches Leben fürs Untoten-Genre"
Eines vorweg: Left 4 Dead ist kein Zombie-, sondern ein Infizierten-Spiel. Echte Zombies rennen schließlich nicht - und fallen schon garnicht durch einen läppischen Armschuss um!
Dass Left 4 Dead mich als Genrefan daher doch ein wenig enttäuscht hat, liegt vor allem an sehr subjektiven Gründen. Warum bekomme ich keine Nahkampfwaffen geboten? Warum gibt es keinen ultimativen Schwierigkeitsgrad, auf dem die Untoten nicht erst nach einem Kopfschuss auch wirklich am Boden liegen bleiben? Gerade da einmal umgefallene Gegner nicht nur liegenbleiben, sondern sich auf recht schnell auflösen, verschenkt das Spiel einige leicht zu bewerkstelligende Spannungsmomente.
Dank des simplen Spielprinzips, der vollen Auslegung auf kooperatives Gameplay und der - zumindest in der US-Fassung - brachial-blutigen Action, bereitet Left 4 Dead dennoch eine Menge Spaß, auch wenn man von den vier Szenarien trotz zufälliger Gegnerplatzierung zu schnell alles gesehen hat. Doch wenn sich Valve auch nur ansatzweise so gut um Left 4 Dead kümmert wie um seine anderen Spiele, kann man sich zumindest in diesem Punkt schnell auf Nachschub freuen. Zum Abschluss noch ein kleiner Tipp: Missachtet den Singleplayermodus und die niedrigen Schwierigkeitsgrade komplett! Denn nur mit menschlichen Mitspielern und auf den höchsten beiden Schwierigkeitsstufen kann das Spiel all seine nervenaufreibenden Stärken voll ausspielen.