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187 - Ride or Die

eXp Review Fazit Kommentare (0)
eXp-Rating:7
Developer: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Genre: Action
Releasedate: 24.08.2005
Weitere Plattformen: xbox

Im Ghetto ist es nicht schön

Eigentlich steht die "187" im Funk-Verkehr der US-Polizei für "Homicide" (dt.: Mord/Totschlag), dabei wären die Codes "505" oder "502" (betrunkenes Fahren, bzw. rücksichtsloses Fahren) in Ubisofts Game "187 - Ride or Die" wohl eher angebracht. der Spieler schlüpft in die Rolle von Buck (gesprochen vom US-Schauspieler Larenz Tate), der in einer Welt von Gangs, Drogen, Geld, Frauen und einer Menge Waffen lebt. Dabei ist Buck seinem Mentor Dupree (Guerilla Black) immer treu ergeben und führt dessen Befehle aus. So kommt es auch, dass ihr für Dupree den Auftrag ausführen müsst, die Gang des skrupellosen Gangbosses Cortez (Noel Gugliemi) aus Eurer Stadt zu vertreiben. Denn auf den ist Dupree überhaupt nicht gut zu sprechen - was natürlich auf Gegenseitigkeit beruht und Euch ein ums andere Mal Probleme bereitet. Das Gameplay ist eigentlich schnell beschrieben. Ihr fahrt Rennen in Mario-Kart-Manier und sammelt unterwegs Waffen auf mit denen Ihr Euch Eure Kontrahenten vom Hals halten könnt.

Dis is ma world!

Es ist wenig verwunderlich, dass man beim gesamten Setting des Games eigentlich andauernd an "Grand Theft Auto" denken muss. Nicht zuletzt durch die Sprachausgabe welche übermäßigen Slang verwendet - darüber aber später noch mehr - ebenso erinnern die Levels von der "Grafikpracht" doch ebenfalls schon ein wenig an "Liberty City". Damit wären wir auch schon bei einem Hauptkritikpunkt. Die Grafik in "187 - Ride or Die" kommt eher schlecht als recht an dass heran, was Konsolen heutzutage im Stande zu leisten sind. Kantenglättung wurde nur marginal betrieben und auch auch der Rest ist nicht gerade "mit Liebe" erstellt worden. Einzig die Zwischensequenzen können die (Grafik-)Kohlen ein wenig aus dem Feuer holen. Der Rest ist, wie schon gesagt, eher magere Mittelklasse.

Ya heard!

Soundtechnisch ist man bei Ubisoft den Weg des geringsten Widerstandes gegangen und tut gut daran. So hat man passend zum Spiel den Soundtrack komplett im Hip-Hop Genre belassen. Geld hat man wahrscheinlich auch gleich gespart, denn Guerilla Black der Sprecher von Dupree war für die Erstellung des Soundtracks verantwortlich. Zurück zu den Sprechern der Charaktere, denn hier hat man sich mit Larenz Tate (Menace II Society, A Man Apart, Ray) und Noel Gugliemi (The Fast And The Furious, Training Day, S.W.A.T.) zwei namhaften US-Nachwuchsschauspieler sichern können, um ihren Charakteren Buck und Cortez ein wenig Leben einzuhauchen. Allerdings geht das Gangster-Gehabe des Spiels mit dem Verlauf des selbigen dem Spieler immer mehr auf den Geist. Ein Beispiel: Vor jeder "Mission" bekommt ihr von Dupree eine kleine Zusammenfassung, was ihr machen müsst, um den Level zu bestehen. Dabei sind die Instruktionen sind in einem Englisch-Slang gehalten, da würde sich jeder Anglist die Haare ausreißen, wenn er das hörte. Alle die dem englischen nicht so mächtig sind sei gesagt, dass es zwar keine deutsche Lokalisierung der Sprachausgabe gibt, man aber durch deutsche Untertitel die kompletten Informationen auch mitgeteilt bekommt.

Don't let dose fools kill ya

Vielleicht noch ein paar negative Eigenschaften des Spiels. Soundtechnisch sind wir da ja schon darauf eingegangen. Schöne wäre es allerdings gewesen, wenn man die Festplatte der Xbox nutzt, um eigene Soundtracks zu verwenden. Die Wagen in "187 - Ride or Die" bewegen sich teilweise wie Seifenkisten. Kommen sie einmal ins Schleudern, ist es nicht immer einfach den Wagen in der Spur zu halten. Dreher und "Verbremser" passieren grundsätzlich in der letzten Kurve der finalen Runde (vorher ist das Rennen sowieso fast immer ausgeglichen). Das war unter anderem ein Grund warum ich manchmal echt ins Pad hätte beissen können. Ein wenig schade ist auch der Fakt, dass innerhalb der Levels nur wenig Abwechslung geboten wird. So gibt es 3 Spielmodi die sich zum Teil auch noch ähneln. Naja sagen wir es sind 6 Spielmodi, denn die Rennmodi werden teilweise nur mit Minen als Waffen ausgetragen. Außerdem sind nicht viele verschiedene Areas in das Spiel integriert worden, so dass man eine Map gut und gerne einmal mit dem einen und etwas später dann mit einem der anderen Spielmodi, vorwärts oder rückwärts, bewältigen muss. Das hat den einzigen Vorteil, dass man die Strecken bereits auswendig kennt und sich somit auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren kann. Hilfreich z.B. wenn man ein Rennen nur mit Minen als Waffen fährt, da man schon ungefähr abschätzen kann, wann und wo man eine Mine sinnvoll ablegen könnte. Ein weiterer Minuspunkt ist die "kleine" Zwischensequenz vor jedem Rennen in der man sein eigenes Auto und die Wagen der Konkurrenten begutachten kann. Die sieht eigentlich immer gleich aus - mit dem einzigen Unterschied, dass man andere Fahrzeugtypen vor sich hat. Aber sonst ist die Kamerafahrt immer gleich und man sieht auch immer das selbe Girl mit der selben Kanone, die wohl das Startzeichen geben soll (dass dann im eigentlichen Rennen dann doch durch ein Lichtsignal á la Formel 1 gegeben wird).

Bei den ganzen negativen Seiten möchte ich aber auch einiges positives an dem Game hervorheben. Die Cut-Scenes sind relativ gut gelungen, die Musik (auch wenn sie ein wenig abwechslungsreicher hätte sein können) ist passend und unterstützt den Grundgedanken des Games perfekt. Aber die wichtigste und größte Pluspunkt ist die Zweispieler-Funktion. Diese wurde nämlich nicht, wie in den meisten Games, auf ein simples PvP-Konzept beschränkt, sondern man kann den kompletten Story-Mode im Coop-Modi durchzocken. Dabei übernimmt der erste Spieler die Steuerung des Vehikels und der zweite kümmert sich um die Verteidigung des Fahrzeugs. Besonders daran: Durch einen kleinen Trick hat man es geschafft, dass sich jeder Spieler nicht einfach stupide auf seine Aufgabe konzentriert, sondern mit seinem Kollegen wirklich im Coop zocken muss. Dies erreichten die Entwickler dadurch, dass der erste Spieler die Kamera auf das Geschehen hinter dem Fahrzeug schalten kann. Der zweite Spieler wiederum hat die Möglichkeit den Boost des Fahrzeug zu betätigen. Somit kann die Aufgabe des jeweiligen Spielers durch die Hilfe des jeweils anderen unterstützt werden. Ich hätte auch gerne noch den Online-Multiplayer über Xbox-Live getestet, allerdings scheint irgendwie niemand dieses Spiel online zocken zu wollen. Woran das wohl liegt?

Links zum Thema:
http://www.187game.com
http://www.guerillablack.com
http://www.radiolabs.com/police-codes.html

Autor: Andre Cedik (ac)
Erstellt am: 14. September 2005, 13:12 CEST

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