Viele Helden mit dabei
Superhelden, Antihelden, Mutanten, Supermenschen. Diese Worte gehören alle zum Repertoire von Comiclesern und damit auch zum Spiel Marvel Ultimate Alliance 2, das auf den bunten Geschichten und Charakteren aus den Marvel-Comics basiert. So dürfte dem einen oder anderen Kenner da draußen die Geschichte des Spiels bekannt vorkommen, doch der Reihe nach.

Für welche Seite wird sich Iron Fist wohl in Akt 2 entscheiden?
Die Story des Spiel ist in drei, logisch aufeinander folgende, Akte unterteilt. Akt 1: Die Mutanten und Helden sind gemeinsam unterwegs um die Welt zu retten, denn jemand findet diese nicht so schön und will weite Teile der US of A verwüsten. Leider wird auch ein Teil des Staates ziemlich ramponiert, sodass die Politik entscheidet, dass jeder Mutant sich zu registrieren habe. Akt 2: Die Registrierung bringt Unruhe, denn nicht alle Mutanten sehen es ein, ihre wahre Identität offen zu legen. So kommt es zur Spaltung in Pro- und Anti-Registrierung. Man selbst hat dabei im Spiel die Wahl, welcher Seite man sich anschließen möchte, sodass man, um alles zu sehen, das Spiel zweimal Spielen sollte. Von nun an kämpfen die Fraktionen gegeneinander. Akt 3: In den Wirren der Kämpfe versucht ein unliebsamer Mensch mittels Droge eine Armee zu erschaffen, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Das begreifen auch die Mutanten und ...
Die Story ist also weder sonderlich schlecht noch bahnbrechend gut. Aber sie reicht aus, um den Spieler bei Laune zu halten, zumindest in der Theorie. Es ist nämlich so, dass man nicht immer genau mitbekommt, worum es denn nun genau geht. Die Hauptgeschichte ist dabei kein Problem, doch Feinheiten bleiben oft im Verborgenen, da diese entweder nicht genannt oder als bekannt vorausgesetzt werden. Kenner der Comics haben hier einen Vorteil und werden es leicht haben folgen zu können, Abstinenzler müssen mit den Lücken leben.

Die Charaktere lassen sich über Erfahrungspunkte in verschiedenen Kategorien aufwerten.
Schön ist der Umfang des Spiels, denn so haben es etliche der Marvelcharaktere in Ultiamte Alliance 2 geschafft. Neben bekannten Gesichtern wie Spiderman, den Fantastic Four oder auch Iron Man darf man in die Haut von Gambit oder Storm schlüpfen. Jeder hat dabei seinen eigenen Angriff spendiert bekommen, sodass eigentlich für genug Abwechslung gesorgt sein sollte. Leider unterscheiden sich die Attacken der Helden jedoch oft nur gering voneinander, sodass die Wahl des Charakters nicht auf Grund der vorherrschenden Spielsituation sondern aus reiner Sympathie gefällt wird. Gewählt werden dabei immer gleich vier Helden, denn in allen Missionen ist man mit dieser Anzahl unterwegs. Man muss sich jedoch nicht vor einem Level entscheiden, denn Vacarious Visons lässt uns auch mitten im Spiel über das Pausemenü unsere Party neu mischen.
Dazu hat man dem actionreichen Gameplay des Hauptspiels noch ein paar Elemente aus dem RPG-Genre spendiert. Die Helden lernen mit der Zeit nämlich dazu und so darf man ihre Schlagkraft und Fähigkeiten über Erfahrungspunkte ausbauen. Mehr als ein nettes Gimmick ist das allerdings nicht, denn wirkliche Unterschiede stellt man kaum fest, sodass man schnell dazu übergeht, die Auto-Verteilfunktion zu aktiveren, die einem das Verteilen abnimmt.
Hat man genug vom Storygespiele warten noch Minimissionen auf einen, in denen es z.B. heißt, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Gegner zu beseitigen oder in einem Wirr aus Kisten diejenigen zu finden, welche Quitscheentchen enthalten. Hier haben die Entwickler also Humor bewiesen und ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Weniger Freiheiten hatten sie hingegen beim "Trivia", dem Rätsel rund um das Marvel-Universum. Hier werden dem Spieler etliche Fragen gestellt und bei richtigen Antworten warten Erfahrungspunkte zum Verbessern der Spielcharaktere auf einen.
Autor: Simon Furkert (sf)
Erstellt am: 01. Oktober 2009, 21:01 CEST