Aus Grau mach bunt.
Es gab einmal eine Zeit, da war in Chroma City alles in Ordnung: es war bunt, es wurde gelacht und auf den Straßen gespielt. Doch dann kamen die Tintis und brachten das Einheitsgrau in die Stadt. Sie haben mittels ihrer Egelbots alle Farbe aus der Welt gesaugt und die Baulinge, die Bewohner der Stadt, haben die Freude am Leben verloren. Doch im Untergrund brodelt es, denn eine kleine Gruppe revolutionärer Baulinge möchte wieder Farbe in die Welt bringen und den Genossen Schwarz mitsamt seiner Armee aus Chroma City vertreiben. Ihr verkörpert dabei den Bauling deBlob, welcher sich als Held durch die noch graue Stadt rollt und dabei alles bei Berührung wieder in Farbe erstrahlen lässt – nicht ohne dabei von den Tintis bekämpft zu werden.

Noch ist alles Grau, doch das wird sich bald ändern.
Das Spielprinzip ist dabei so einfach wie in der Story beschrieben. Ihr rollt als Kugel durch die graue Welt und springt auf herumlaufende Egelbots, um ihnen die Farbe abzunehmen und euch damit vollzusaugen. Dann macht ihr euch auf, um möglichst viele Gebäude, Zäune oder Bäume zu berühren und diese wieder mit Farbe zu versehen. Dabei darf dem eigenen Schönheitsempfinden freien Lauf gelassen werden und es ist schon erstaunlich, wie schnell man einen ganzen Häuserblock von dem tristen Grau befreit hat. In welcher Farbe ihr die Wände bemalt ist dabei generell erstmal egal. Die Egelbots versorgen euch mit den Grundfarben, welche gemischt auch noch Lila, Orange, Braun und Grün ergeben. Jedes eingefärbte Element sorgt dafür, dass euer Punktekonto ansteigt. Und das ist auch wichtig, denn erst ab einem bestimmten Punktestand wird ein Tor in einen weiteren Abschnitt eines Levels geöffnet.
Um schneller an Punkte zu gelangen und um dem Spiel etwas mehr Tiefgang zu bescheren stehen in den insgesamt zehn Levels verschiedenen Aufgaben bereit, welche man erfüllen kann. Es steht einem dabei jedoch frei welche Aufgaben man annimmt und auf welche man gerade eben einfach keine Lust hat. Insgesamt gibt es vier verschiedene Typen von Aufgaben. Als erstes ist das Färben zu nennen. Hier bekommt ihr die Aufgabe, bestimmte Häuser in bestimmten Farben einzufärben. Die „Rennen“-Aufgaben lassen euch eine vorgeschriebene Stecke entlang rollen und bei den „Kämpfen“-Aufgaben müsst ihr eine bestimmt Anzahl Tintis eliminieren. Zu guter Letzt bleibt noch der Aufgabentyp, in welchem ihr besondere Gebäude von den Tintis befreien müsst. Hierzu müsst ihr eine festgelegte Menge Farbe zum „Wahrzeichen“ bringen und es so wieder mit Leben versorgen. Alle Aufgaben sind dabei mit einem Zeitlimit versehen, doch diese ist meist recht großzügig gewählt, sodass man nur selten eine Aufgabe nicht beim ersten Mal meistert.

INKT-Agenten haben gegen einen bunten Blob fast keine Chance.
Die kinderleichte Steuerung leistet auch ihren Beitrag zum erfolgreichen Absolvieren der Aufgaben. Mittels Analogstick bewegt man den Blob und durch Schwingen der WiiMote wird ein Sprung ausgeführt. Zum Anvisieren eines Ziels, wie etwa einem Egelbot oder Gegner, hält man den Z-Button gedrückt, um dann durch Schwingen der Fernbedienung das Ziel zu zerdrücken. Im Laufe des Spiels kommen auch noch so genannte Z-Jumps hinzu, welche einen schnell zu verschiedenen Punkten springen lassen. Damit man auch genau weiß, wie die einzelnen Bewegungsabläufe funktionieren, wird über einen kleinen Tutorialbildschirm auf die neuen Bewegungen eingegangen und einem das Movement so näher gebracht. Alles in allem geht das schnell und einfach von der Hand, doch einen kleinen Kritikpunkt gibt es ja immer, in diesem Fall das Anvisieren der Gegner. Stehen mehrere Punkte zum Anvisieren bereit, wählt das Spiel automatisch ein passendes Ziel aus. Leider ist das nicht immer das richtige und selbst erneutes Drücken des Z-Buttons garantiert nicht, dass man das gewünschte Zielobjekt markiert.
Die Steuerung ist also simpel und das Gameplay beschränkt sich auf das Einfärben von Häusern und das Zerdrücken von Gegnern. Da stellt sich die Frage, warum man dennoch nicht den Spaß verliert? Einerseits macht es schlicht und einfach Spaß, die Welt einzufärben. Andererseits sorgt der stetig leicht steigende Schwierigkeitsgrad der Aufgaben dafür, dass einem nicht langweilig wird. Zudem wird im Verlauf des Spiels die Gegneranzahl hochgeschraubt und es tauchen auch immer wieder neue Gegnerklassen auf. So beginnt man gegen Fußsoldaten, bekommt es aber bald auch mit Panzern zu tun, welche schon eine größere Farbmenge benötigen um zerstört werden zu können.
Autor: Simon Furkert (sf)
Erstellt am: 05. Oktober 2008, 19:14 CEST