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MAG: Massive Action Game

eXp Review Fazit Kommentare (6)
eXp-Rating:8
Developer: Zipper Interactive
Publisher: Sony Computer Entertainment
Genre: Online
Releasedate: 29.01.2010
Weitere Plattformen: keine

Massive Action?

Der Mehrspielerpart in einem Videospiel genießt bei vielen Zockern einen besonderen Stellenwert, denn das Interagieren mit realen Kontrahenten bringt unter anderem viel Spaß mit sich. Daher ist es wohl kaum verwunderlich, dass inzwischen zahlreiche Titel erhältlich sind, die sich voll und ganz auf die Multiplayer-Action spezialisieren. Action ist da gerade das richtige Stichwort, erst kürzlich kam mit MAG: Massive Action Game ein exklusiver Onlineshooter für die Playstation 3 in die Läden. Angekündigt wurde MAG damals als ein ganz besonderes Spiel – Schlachten mit bis zu 256 Leuten bieten schließlich nicht viele Titel.

ThumbnailDie hohe Spielerzahl sorgt für satte Action.

Kann MAG seinem Namen aber auch gerecht werden und massive Action bieten? Erfahrung im Onlinesektor haben die Mannen von Zipper Interactive genügend gesammelt. Mit der Socom-Reihe konnte sich die Entwicklerschmiede bei Playstation-Anhängern bereits einen Namen machen. Nachdem das Franchise allerdings an das Team von Slant Six Games abgegeben wurde, machte sich Zipper auf, um MAG an den Mann zu bringen. Bevor man sich jedoch in das Getümmel begeben darf, müssen zunächst einige Updates heruntergeladen und installiert werden. Darauf folgt ein verheißungsvolles Intro mit ersten Impressionen vom Schlachtfeld. Zwar handelt es sich bei MAG wie erwähnt um einen reinen Onlinetitel, ein kleiner Storyrahmen wird trotzdem geboten. So finden die Schlachten im Jahre 2025 statt. Inzwischen gibt es nur noch Privatarmeen, die sich im so genannten Schattenkrieg gegenseitig das Leben schwer machen.

Die erste Haltestelle im Spiel führt einen zur Erstellung eines virtuellen Charakters. Hier muss auch gleich eine wichtige Entscheidung getroffen werden. Drei Fraktionen stehen im Onlinekrieg zur Auswahl und als Soldat muss man sich einer Partei anschließen. Die einzelnen Armeen haben zwar keine großen Unterschiede, dennoch beeinflusst diese Entscheidung mit welchen Mitspielern man später kämpft. Außerdem besteht noch die Möglichkeit, der Figur ein passendes Gesicht zu verleihen. Insgesamt hätte man sich an diesem Punkt noch mehr Einstellungen gewünscht, um den Charakter etwas individueller gestalten zu können.

Hat man die ersten Schritte ausgeführt, kann nun zunächst ein Training absolviert werden. Die wichtigsten Elemente des Spiels werden genau wie die Steuerung bestens erklärt. Als Belohnung erhält der Soldat erste Erfahrungspunkte. Diese sind wichtig um im Rang aufzusteigen. Zunächst steht nur ein Modus zur Auswahl bereit – weitere können erst mit einem entsprechenden Rang gestartet werden. Erfahrung wird unter anderem durch das Beseitigen von Gegnern oder Erledigen der Missionsziele gesammelt. Die Rangstufe hat aber noch mehr Auswirkungen auf das Spielgeschehen. Nach jedem Aufleveln geht ein Punkt auf das Konto des Helden. Damit können die Fähigkeiten des Spielers mit der Zeit signifikant verbessert werden. Ob nun die Waffe mit einem Zoom aufgewertet, die Kondition des Soldaten verbessert wird oder ob neue Gegenstände (z.B. Gasgranaten oder Minendetektoren) dazukommen, hängt ganz von der Kategorie ab, in der die Punkte investiert werden. Durch das Rangsystem sind einzelne Klassen, wie man sie aus klassischen Ego-Shootern kennt, nicht mehr nötig. Jeder kann seine Punkte nach eigenem Ermessen verteilen, sich so spezialisieren und seine Ausrüstung selbst zusammenstellen.

ThumbnailVorsicht vor Scharfschützen!

Bei einem Onlineshooter ist das passende Teamplay außerordentlich wichtig. Dies hängt natürlich von den einzelnen Spielern selbst ab, doch MAG bietet die passende Struktur für ein konstruktives Zusammenspiel. Je nach Spielmodus kämpfen unterschiedlich viele Soldaten gegeneinander (32 vs. 32, 64 vs. 64 oder 128 vs. 128). Dabei werden die Spieler in Squads eingeteilt, die aus jeweils acht Personen bestehen, wodurch man ein überschaubares Team hat, mit dem man sich per Headset verständigen kann. Hat man selbst einen entsprechenden Rang erreicht, besteht die Möglichkeit, eine Gruppe als Squadleader zu befehligen. Auf der Karte können Ziele markiert werden, die vom eigenen Team zerstört oder repariert werden sollen. Durch das Erledigen der Aufgaben erhalten die Mitspieler einen Befehlsbonus und daher eine höhere Anzahl an Erfahrungspunkten. Werden verwundete Mitstreiter geheilt oder zerstörte Objekte des eigenen Teams wieder repariert, wandern ebenfalls ordentlich Punkte auf das Konto. Diese Features sorgen dafür, dass auch Einzelspieler sich für die Gruppe einsetzen, was dem Spielspaß definitiv zu Gute kommt.

MAG bietet drei Hauptmodi, was sich zunächst einmal wenig anhört. Trotzdem wird genug Abwechslung in den riesigen Schlachten geboten. Je nach Modus müssen Ziele eingenommen, Fahrzeuge erobert oder Objekte verteidigt werden. Durch die hohe Spielerzahl wird stetig Action geboten, sodass es einem eigentlich nie langweilig wird. Die Partien dauern zwischen 20 und 30 Minuten und ständig verändert sich etwas im Spielablauf. Werden zum Beispiel bestimmte Geschütze der Feinde ausgeschalten, können die Soldaten auch mit Fallschirmen über dem Kampfgebiet abspringen. Ebenso müssen aber auch Rückschläge in Kauf genommen werden. Wenn die Kontrahenten den eigenen Team-Bunker zum Explodieren bringen, dann muss man auf einen schlechteren Startpunkt ausweichen. Zur weiteren Unterhaltung tragen übrigens auch die Jeeps und Panzer bei – Flugzeuge und Helikopter können dagegen nicht gesteuert werden, was ein wenig sauer aufstößt.

ThumbnailWeitläufige Areale werden geboten.

Leider wurden bei MAG einige Abstriche gemacht, die optischer Natur sind. Die Charakteranimationen wirken nicht sonderlich rund und viele Texturen kommen veraltet daher. Jedoch wird eine gute Performance geboten, die zwar auch hin und wieder mit kurzen Rucklern aussetzt, letztlich läuft der Titel in den meisten Fällen sehr flüssig. Selten treten auch einige Bugs auf, die sich völlig unterschiedlich äußern können. Während des Tests sind zum Beispiel mehrfach Gegnerleichen im stehenden Zustand auch nach mehreren Minuten einfach nicht verschwunden. Hier müssen die Entwickler sicherlich zukünftig mit dem einen oder anderen Patch etwas Nachbesserungsarbeit leisten. Positiv fallen aber die Soundeffekte auf, die sehr satt erscheinen und das Surround-System voll ausnutzen. Die Klangkulisse sorgt schnell für eine gelungene Atmosphäre.

Autor: Daniel Dyba
Erstellt am: 14. Februar 2010, 14:06 CET

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