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Risen

eXp Review Fazit Kommentare (13)
eXp-Rating:8
Developer: Piranha Bytes
Publisher: Deep Silver
Genre: RPG
Releasedate: 02.10.2009
Weitere Plattformen: x360

Gothic mit anderem Namen?

Quests. Ein gutes Stichwort. Wie sieht denn so eine handelsübliche Aufgabe aus? Wir wollen an dieser Stelle eine recht frühe Mission erwähnen. Auf der einen Seite, um euch nicht zu viel zu verraten und auf der anderen Seite, damit ihr seht, wieviel Gothic in Risen steckt. Berichten wollen wir euch von einem Mordfall an einem Kraut-Händler. Jener wurde ermordet aufgefunden und eure Aufgabe ist es, den Schuldigen zu finden. So startet ihr die Befragung zahlreicher Personen – wer durfte die Festung überhaupt verlassen? Wer war mit dem Ermordeten befreundet, wer nicht? Wem kann man die Tatwaffe zuordnen? Es läuft darauf hinaus, dass man am Ende selbst mit dem illegalen Kraut handelt (alternativ kann man es auch rauchen), um den Mörder erneut zur Tat zu bewegen. Wer war es? Einer der Kunden, der mehr bezahlen musste, als alle Anderen? Oder doch der dickbäuchige Koch, der einst Pirat gewesen war?

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Ein Kampf ist am Ende auf jeden Fall vorgesehen – das wird schnell klar. Und wo wir gerade beim Kampf sind, wie ist der eigentlich? Hat Risen ein vernünftiges Kampfsystem und wie ist es um die Gegner bestellt? Mit der linken Maustaste wird eine Schlagkombination ausgelöst und mit der Rechten blockt man Angriffe der Feinde ab. Funktioniert das Schlagen recht gut, ist das Blocken manches Mal gar nicht leicht. Trotzdem funktioniert das Ganze recht gut. Egal ob gegen Wölfe, Wildschweine, Skelette, Menschen oder andere böse Monster. Die Gegnervielfalt ist groß, die Anzahl der Waffen, mit der man sie zur Strecke bringen kann, auch.

Genau wie in Gothic sind die Charaktere kantig und grobschlächtig ausgefallen. Vom Torwächter, der keine Lust mehr hat, herumzustehen bis hin zum hinterhältigen Meuchelmörder ist alles mit dabei, was man erwartet. Tagsüber gehen die Bewohner der Insel dann ihrer Beschäftigung nach und erneut darf der Spieler viele Details entdecken. Man fühlt sich schnell heimisch und vermisst alte Bekannte.

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Und so kommen wir zum technischen Aspekt. Da stellt sich natürlich die Frage: Wie ist die Optik? Pracht oder Schande? Und die Antwort ist: Keine der beiden Möglichkeiten trifft zu. Risen liegt irgendwo dazwischen. Die Fauna ist reichhaltig, das ist wahr. Der Tag- und Nachwechsel, die Wettereffekte und die vielen Details können auf Anhieb überzeugen. Dem Gegenüber stehen aber die groben Charaktere, die hässlichen Animationen und oft etwas verwaschene Texturen. Somit ist Risen kein grafischer Überflieger, doch kann man dem Titel nicht vorwerfen, dass er grausam aussehen würde. Zumal die Zwischensequenzen so manchen Schnitzer vergessen machen können. Aber Vorsicht ist geboten, denn hier ist die Rede von der PC-Version. Die Xbox 360-Fassung ist aus grafischer Sicht ein Griff ins Klo. Nicht meckern darf man dagegen bei der Klangkulisse. Hier haben die Jungs von Piranha Bytes wirklich alles richtig gemacht, was es richtig zu machen gab. Sei es der orchestrale Soundtrack, der das Geschehen stimmungsvoll und zugleich dezent betont oder die hochwertigen Sprecher, welche den Charakteren ihre Stimmen leihen: Hier hat man ganze Arbeit geleistet. Und auch bei den Effekten wollen wir nur wenig Kritik anbringen.

So. Und jetzt? Jetzt kommen die abschließenden Worte, so, wie es sich für einen Test gehört. Wer das erste Gothic noch in guter Erinnerung hat, der wird sich in der großen Welt von Risen sofort heimisch fühlen. Es gibt viel zu entdecken, das steht fest. Und wer darauf aus ist, der wird auch seinen Spaß haben. Da mag die Technik nicht perfekt sein und die Story ein wenig altbacken daherkommen – das Gameplay stimmt. Auf Grund der Mängel ist eine höhere Wertung am Ende dann aber trotzdem nicht drin. Wer übrigens mit einem weiteren Bug-Debakel gerechnet hat, der kann an dieser Stelle beruhigt werden: Piranha Bytes und Deep Silver haben für ein rundes Spiel gesorgt. Risen hat zwar Bugs, doch sind diese so gut versteckt, dass man schon wesentlich länger danach suchen muss.

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 10. Oktober 2009, 13:37 CEST

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