Das Interview der Kriegerin
eXp: Bitte stell dich doch kurz unseren Lesern vor und erzähl uns ein wenig über dich, schließlich weiß nicht jeder etwas mit deinem Namen anzufangen.
AttTDWdK: Hallo. Ich bin Ascension to the Throne: Der Weg der Kriegerin. Ich möchte eine Mischung aus Rollenspiel und Strategie sein. Ich bin eher für die ruhigen Gemüter zuständig, da die Kämpfe zwischen den Charakteren sehr gemütlich, weil rundenbasiert, ablaufen. Bevor es zum Kampf kommt erkundet man jedoch die gigantische Fantasywelt, mit all ihren Orten und Kreaturen und Aufgaben. Am ehesten würde ich mich also mit Heroes of Might & Magic vergleichen. Außerdem bringe ich eine waschechte Grafik und eine vollkommen neue Story mit, sodass erfahrene Abenteurer endlich mal etwas Abwechslung spendiert bekommen.
eXp: So, so. Eine vollkommen neue Story also. Kannst du uns ein wenig über sie erzählen?
AttTDWdK: Mit dem größten Vergnügen. Der Spieler schlüpft, wenn er mich spielt, in die Haut von Eneya, einer hochgewachsenen Walküre, der kein menschlicher Krieger so leicht das Wasser reichen kann. Dies hat natürlich einen traurigen, jedoch auch spannenden Hintergrund: Als sie ein Kind war, lebte Eneya glücklich und zufrieden. Doch eines Tages wurde ihre Heimat gebrandschatzt. Alle Bewohner starben, wurden ermordet und... nun ja, das Übliche eben.
Sie überlebte aber. Doch ein kleines Kind hätte in dieser grausamen Welt nie und nimmer alleine eine Chance gehabt. Eneya aber hatte Glück. Sie wurde von einem Ork adoptiert und vom Stamm großgezogen. Der Spieler trifft auf sie, als sie gerade 25 Jahre alt geworden ist. Eben jenes Alter, in welchem Orks die Reifeprüfung bestehen müssen, um als vollwertiges Mitglied des Clans aufgenommen zu werden. Doch freilich wird dies nicht die letzte Aufgabe sein...
eXp: Klingt irgendwie ein wenig seltsam. Fast schon so, als ob dein Entwicklerstudio versucht hätte, auf Biegen und Brechen etwas Neues zu schaffen um auch bloß anders zu sein. Zudem ist der Name schlecht gewählt, oder?

AttTDWdK: Aber natürlich! Man muss anders sein, um in der heutigen Zeit noch aus der Masse hervorzutreten. Und wenn einem nichts besseres einfällt, dann muss man eben in den sauren Apfel beißen und etwas total hirnrissiges zusammenschustern. Ich weiß auch, dass meine Story eigentlich in die Mülltonne gehört – aber wen interessiert das? Sie ist endlich mal etwas Anderes.
Zudem kann ich auch noch mit dem Slogan „Sex Sells“ argumentieren. Die Walküre läuft nämlich meist sehr dürftig bis gar nicht bekleidet durch die Welt und gewährt dem Spieler tiefe Einblicke. Und zum Namen kann ich nur sagen: Hauptsache, keiner kann ihn sich merken. Wenn ich also eine schlechte Wertung bekomme, weiß man später im Laden nicht mehr, wie das Spiel mit dieser sehr, sehr schlechten Wertung hieß.
eXp: In der Tat. Zudem sieht sie aus wie ein, mit Steroiden aufgepumptes, Mannsweib.
AttTDWdK: Männer sollten endlich anfangen, auch Frauen zu beherzigen, welche ihnen ebenbürtig sind. Nicht umsonst soll all die Emanzipation gewesen sein. Nur weil Eneya Muskeln hat wie ein stämmiger Gewichteheber, heißt das noch lange nicht, dass sie in ihrem tiefsten Innern absolut unverwundbar ist. Sie möchte auch gerne mal flirten – und am liebsten mit den zahlreichen Käufern dort draußen.
eXp: Sie soll also den Männern ebenbürtig sein? Interessant. Interessant deshalb, weil wir mit ihr so ziemlich jeden Kampf verloren haben, in den wir sie schickten. Gleich die ersten Gegner überrollten uns ohne Wenn und Aber. Eneya starb sogleich beim ersten Schlag und ihre Freunde hielten auch kaum mehr aus.
Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 16. Mai 2008, 16:26 CEST