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Everlight

eXp Review Fazit Kommentare (0)
eXp-Rating:8
Developer: Silver Style
Publisher: The Games Company
Genre: Point & Click
Releasedate: 27.09.2007
Weitere Plattformen: keine

Von Elfen und Zauberlehrlingen...

Nein, Uns ist nicht etwa das Manuskript zum achten „Harry Potter“-Teil in die Hände gefallen – vielmehr hat uns Everlight von The Games Company im Testlabor besucht. Und auch wenn Hauptdarsteller Melvin optisch doch einige Parallelen mit dem Zauberlehrling vorweisen kann, spielt sich der Titel selbst erfrischend anders.

ThumbnailReife Frauen über 60 - nachts tun sich seltsame Dinge in Tallen.

In Everlight schlüpft der Spieler in die Rolle des vor sich her pubertierenden Melvins, der durch den Umweg eines Kerzenhandels in einer magischen Welt landet. Dort musste er sich natürlich unbedingt Tallen aussuchen, ein kleines verschlafenes Dorf, das zu allem Überfluss auch noch unter einem mysteriösen Fluch leidet. Warum landet man nie am Elfen-Strand? Bei Nacht verwandeln sich die Bewohner Tallens nämlich in sich seltsam verhaltene Menschen, die mit ihren Tagespendants kaum noch Gemeinsamkeiten haben. Da ist etwa der „Redliche Simon“, der Schmied der Stadt. Tagsüber macht er seinem Spitznamen noch alle Ehre – doch kaum das die Nacht hereinbricht, packt ihn die Würfelsucht. Und auch andere Bewohner verhalten sich höchst seltsam: Die fürsorgliche Omi von nebenan verwandelt ihr Häuschen bei Nacht in ein Bordell, der Krämer rezitiert Shakespeare und selbst der Postbeamte dreht völlig durch: Frei von jeder Mindestlohndiskussion dreht er nämlich nachts seine Runden über den Rathausplatz – aber nicht etwa, um Briefe zuzustellen, vielmehr stößt er die ganze Zeit über wüste Morddrohungen aus.

Keine Frage, Tallen ist ein Fall für Melvin – dessen detektivische Instikte nämlich fordert Everlight heraus. Dazu kommt noch, dass er auf dem Weg zum Magier von der Elfe Fanny begleitet wird, die ihm fünf Prüfungen auferlegt hat, die alle eng mit dem Rätsel um den Fluch verbunden sind. Die Ängste vor der Einsamkeit, vor dem Versagen, vor der Angst selbst, vor der Enttäuschung und dem Tod muss der junge Knabe unter den gestrengen Augen seiner spirituellen Führerin besiegen – sonst wird das nix mit dem Lösen des Fluchs. Dadurch, dass Melvin mit der hübschen Laura schon bald auch noch die Reize der Weiblichkeit kennen und schätzen lernt, erhält die Herausforderung auch noch eine persönliche Note: Schließlich behauptet nicht nur der eine oder andere PR-Manager, die Holde hätte Ähnlichkeiten mit Carmen Electra in jungen Jahren.

ThumbnailFür derartige Schocker entschädigt aber Laura dann. Angeblich gibt es sie sogar als Poster...

Everlight ist ein klassisches Point&Click-Adventure: Melvin agiert in Tallen unter Anweisung des Spielers. Zur Steuerung genügt die Maus, mit wenigen Clicks findet man sich zurecht. Dafür sorgt nicht zuletzt der Cursor des Spiels: Fährt man mit der Maus über etwas Interessantes, bietet er eine von sieben Möglichen Aktionen an. Melvin kann Gegenstände etwa betrachten, aufnehmen oder kombinieren. Und natürlich spricht der Held auch für sein Leben gern mit anderen Leuten: Bevor der Fluch gelüftet werden kann, wollen zahlreiche Dialoge geführt werden. In Everlight warten natürlich auch einige Rätsel auf den Spieler – und die decken schnell das gesamte Schwierigkeitsspektrum ab: Von einfach bis schwer reicht das Rätselbarometer des Titels locker. Gelegentlich muss man erst mehrmals um die Ecke denken, bevor man Licht am Ende des Tunnels sieht.

Autor: Lennart Dahmen (ld)
Erstellt am: 10. Oktober 2007, 22:44 CEST

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