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Rainbow Six Vegas 2

eXp Review Fazit Kommentare (5)
eXp-Rating:7
Developer: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Genre: 1st Person Shooter
Releasedate: 17.04.2008
Weitere Plattformen: ps3 x360

Vegas die Zweite

Es ist gut anderthalb Jahre her, seit Rainbow Six Vegas unsere Redaktion unsicher (oder besser gesagt: Sicher) machte. Genug Zeit also, um einen würden Nachfolger zusammenzustellen. Und nun ist auch dieser in unseren Briefkästen gelandet, doch wie ihr der Wertung entnehmen könnt, ist der zweite Teil scheinbar nicht gar so gut, wie der Erste. Die Erklärung bieten wir euch sogleich - Vor dem eigentlichen Test: Wir bekamen die deutsche Fassung in die Hände.

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Rainbow Six Vegas 2 beginnt nicht in der Stadt der Sünde, sondern hoch über den Wolken. Oder besser gesagt: Mitten dazwischen, denn in den Alpen findet eine Geiselnahme statt. Fand statt. Zumindest nachdem man selbst dort gastierte, ausgestattet mit schweren Maschinengewehren und Handgranten. Während es im Gebirge noch recht gemütlich zugeht (was bei einem Tutorial auch der Fall der sein sollte), geht es in Vegas selbst ziemlich heiß her.
Spätestens dort merkt man auch, warum man ein Team zur Seite gestellt bekommen hat: Einfach vorschicken und die Drecksarbeit erledigen lassen. Vielleicht hier und dort ein wenig unterstützen und ab und an mal eine kleine Heilungsspritze setzen. Im Vergleich zum Vorgänger spielt sich Vegas 2 jedoch deutlich actionreicher. Viel öfter ist man in Dauerfeuersituationen und viel rabiater geht man vor, weniger taktisch. Oft ist der direkte Weg auch der, den man wählt.
Die Geschichte spielt parallel zum Vorgänger, weshalb es gerne einmal zu Überschneidungen kommt. Erinnert ihr euch noch an die Explosion im Hotel? Dieses Mal sieht man sie von Außen und ist nicht mitten im Geschehen. Wer den Vorgänger gespielt hat, der wird solche Momente durchaus zu schätzen wissen. Jedoch wird er es nicht zu schätzen wissen, dass der Vorgänger mit all seinen bunten Lichtern und Leuchteffekten den besseren Eindruck machte. In Rainbow Six Vegas 2 ist man zwar angeblich in Las Vegas zu Gast, doch bemerkt man davon nur relativ wenig.
Die meiste Zeit ist man in tristen Hinterhöfen, auf Schrottplätzen oder in Hotelzimmern unterwegs. Wirklich sündige Kasinos sieht man so gut wie gar nicht, was der Atmosphäre leider zu schaden weiß. Hinterhöfe schön und gut, doch dafür hätte man auch eine leistungsschwächere Grafikengine verwenden können. Die zum Einsatz kommende Unreal Engine 3.0 ist jedenfalls klar unterfordert, selbst wenn die Figuren einen ganzen Tick detailreicher ausgefallen sind.

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Aber zum Glück gibt es auch Dinge, die im Nachfolger besser sind, als im Vorgänger. Da wäre zum Beispiel das Rollenspielsystem, welches im Hintergrund seine Runden dreht. Für jeden Abschuss gibt es Erfahrungspunkte.
Je spektakulärer man einen Widersacher aus dem Weg räumt, desto mehr Punkte gibt es. Und mit diesen Punkten kann der Spieler immer bessere Waffen und Ausrüstungsgegenstände freischalten. Wer oft mit dem Scharfschützengewehr hantiert, der bekommt irgendwann Zugang zu halbautomatischen Präzisionsgewehren, von denen Opa im Altersheim nur träumen kann. Und wer lieber auf Sturmgewehre setzt, der hat irgendwann Zugang zu Waffen, welche eine ganze Ecke weniger streuen.

Ja. So sollte es sein. Ist es aber nicht. Zumindest nicht in der deutschen Fassung von Rainbow Six Vegas 2. Wäre dieses System so im Spiel geblieben, hätte der Titel keine Freigabe bekommen. So bekommt man nun für jeden Abschuss die gleiche Punktzahl und von Anfang an stehen alle Waffen zur Verfügung. Nur die Westen, Helme und Kleidunsstücke muss man noch freischalten. Kurz gesagt: Die deutsche Version unterscheidet sich stark von der Internationalen. Auf der einen Seite mag dies durchaus zum Vorteil gereichen, denn mal ernsthaft: Man spielt eine Sondereinheit, welche im Kampf gegen den Terrorismus ausgebildet ist und darf nicht gleich zur schweren Steyr Aug greifen? Wo gibt es denn so etwas?

Autor: Michael Hoss (mbh)
Erstellt am: 26. April 2008, 18:49 CEST

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